Archivierter Artikel vom 17.11.2011, 07:00 Uhr
Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfälzer: Angst vor Krebs und Demenz

Die Menschen im Land haben große Angst vor Krebs. Laut einer Umfrage fürchten sich fast drei Viertel der rheinland-pfälzischen Frauen und Männer vor bösartigen Tumoren. Laut der Umfrage steigt auch die Angst vor psychischen Erkrankungen deutlich an.

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Rheinland-Pfalz. Die Menschen im Land haben große Angst vor Krebs. Laut einer Umfrage fürchten sich fast drei Viertel der rheinland-pfälzischen Frauen und Männer vor bösartigen Tumoren. Laut der Umfrage steigt auch die Angst vor psychischen Erkrankungen deutlich an.

Wie im Oktober 2010 befragte das Forsa-Institut für die Krankenkasse DAK wieder bundesweit mehr als 3000 Männer und Frauen über ihre Angst vor Krankheiten, darunter über 200 in Rheinland-Pfalz. 74 Prozent der Befragten, und damit mehr als bundesweit, fürchten sich am meisten vor Krebs. Gegenüber dem Vorjahr hat die Angst, an Krebs zu erkranken, leicht zugenommen. Unfälle mit schweren Verletzungen oder ein Schlaganfall machen rund der Hälfte der Rheinland-Pfälzer Sorgen. Groß ist nach wie vor auch die Angst, an Alzheimer beziehungsweise Demenz zu erkranken (49 Prozent).

84 Prozent der Befragten begründen die große Angst vor Krebs damit, dass die Krankheit jeden treffen kann und diese meist einen schweren Verlauf nimmt. „Auffällig im Vergleich zum Vorjahr ist, dass bei den 14- bis 29-Jährigen die Angst vor Krebs sinkt, während sie gleichzeitig alle anderen Krankheiten mehr fürchten“, sagt DAK-Landeschef Michael Hübner.

Gleichzeitig geben weniger jüngere Menschen an, dass sie die Krebs-Vorsorgeuntersuchung nutzen. „Bestätigt sich dieser Trend, müssen wir diese Altersgruppe stärker über Risiken und Möglichkeiten der Früherkennung informieren“, betont Hübner. In der DAK-Umfrage geben insgesamt 73 Prozent der Frauen an, dass sie zur Krebs-Vorsorge gehen. Bei den Männern sind es nur 47 Prozent.

Die Angst vor psychischen Erkrankungen ist bei den Rheinland-Pfälzern im Vergleich zum Vorjahr um fast 10 Prozent gestiegen. Besonders die 30- bis 44-Jährigen sorgen sich, dass sie ausgebrannt sein könnten und einem Burn-out erleiden. In dieser Altersgruppe fürchten sich die Befragten demnach mehr vor einer Depression als vor einem Herzinfarkt.