Archivierter Artikel vom 19.08.2011, 15:36 Uhr
Berlin

Weniger Blumengrüße mit Fleurop

Blumengrüße mit dem Fleurop-Versand haben in Deutschland etwas an Beliebtheit verloren. Rund 3,1 Millionen Blumensträuße im Wert von 66,2 Millionen Euro seien 2010 über das Floristennetz verschenkt worden, teilte die Fleurop AG mit.

Ein Strauß roter Rosen mit einer Fleurop-Karte wartet auf die Abholung. Im Jahr 1908 hatte der Berliner Florist Max Hübner die Idee, nicht die Blumen selbst, sondern nur die Aufträge für Blumensträuße an Floristen auf die Reise zu schicken.
Ein Strauß roter Rosen mit einer Fleurop-Karte wartet auf die Abholung. Im Jahr 1908 hatte der Berliner Florist Max Hübner die Idee, nicht die Blumen selbst, sondern nur die Aufträge für Blumensträuße an Floristen auf die Reise zu schicken.
Foto: picture-alliance/ dpa

Berlin – Blumengrüße mit dem Fleurop-Versand haben in Deutschland etwas an Beliebtheit verloren. Rund 3,1 Millionen Blumensträuße im Wert von 66,2 Millionen Euro seien 2010 über das Floristennetz verschenkt worden, teilte die Fleurop AG mit.

Das entspricht 8500 Lieferungen pro Tag. 2009 waren es noch 3,2 Millionen Blumensendungen für 67,8 Millionen Euro. Der durchschnittliche Auftragswert sei um 2,4 Prozent auf 30,20 Euro gestiegen, berichtete Fleurop-Vorstand Stefan Gegg.

Insgesamt sei der Umsatz stabil geblieben, fügte er hinzu, ohne eine Zahl zu nennen. Im klassischen Blumengrußgeschäft mit Privatleuten sei der Umsatz um 1,2 Prozent gesunken, im Geschäft mit Firmenkunden habe er sich um 11,8 Prozent erhöht. Weil Kosten eingespart worden seien, habe sich das Betriebsergebnis vor Steuern deutlich von 335 000 Euro auf 905 000 Euro verbessert, sagte Gegg. In diesem Herbst will Fleurop ein eigenes Miniprogramm (App) für internettaugliche Mobiltelefone anbieten.

Der Blumendienst ist seit 1993 eine Aktiengesellschaft. Sie ist in der Hand der knapp 8000 Fleurop-Floristen, die je eine Aktie halten. Pro Blumensendung gehen 35 Cent als Provision an die AG. Die Gesellschaft wurde 1908 vom Berliner Floristen Max Hübner als Blumenspenden-Vermittlungs-Vereinigung gegründet. Seine Idee war es, nicht die Blumen zu verschicken, sondern die Aufträge für Blumengrüße an Floristen am Ort des Beschenkten zu vergeben.