Archivierter Artikel vom 15.11.2016, 19:48 Uhr

Eltern geben Schulen in Sachen IT schlechte Noten

Eltern stellen den Schulen ihrer Kinder in Sachen digitaler Ausstattung kein gutes Zeugnis aus. Den Zustand der Computertechnik bewerten 40 Prozent als „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Dabei sind 66 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass ihre Kinder mit der Nutzung von Computer und Internet motivierter seien, sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg.

Acht von zehn Befragten fordern mehr Investition in die technische Ausstattung der Schulen. Dies sollte jedoch nach Meinung von 76 Prozent nicht zu Lasten anderer Investitionen etwa für Gebäudesanierung und Instandhaltung gehen.

„Der vorgeschlagene Digitalpakt zwischen Bund und Ländern setzt genau hier an“, sagte Berg. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hatte erst kürzlich 5 Milliarden Euro für die technische Ausstattung der Schulen in Aussicht gestellt.

Laut Umfrage ist rund die Hälfte der Eltern überzeugt, dass eine gute digitale Grundausstattung die Zusammenarbeit der Schüler verbessert oder die Kinder schneller lernen lässt (47 Prozent). Doch auch bei der Lehrerfortbildung sehen viele Handlungsbedarf. So schätzen 29 Prozent, dass die Lehrer ihrer Kinder digitalen Medien skeptisch gegenüberstehen, 11 Prozent meinen, dass sie sie sehr kritisch sehen.