Archivierter Artikel vom 06.02.2018, 18:04 Uhr

Was ist Glyphosat?

Glyphosat ist ein Pflanzenschutzmittelwirkstoff des US-amerikanischen Konzerns Monsanto, der zur Bekämpfung von Unkraut verwendet wird. Der Wirkstoff ist auf EU-Ebene genehmigt und in Deutschland seit 1974 als Pflanzenschutzmittel zugelassen, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilt. Glyphosat wird nach Ministeriumsangaben durch alle grünen Pflanzenteile (etwa Blätter und Stängel) aufgenommen. Glyphosat verteile sich in der ganzen Pflanze und führe zu einem vollständigen Verwelken.

Der Wirkstoff sei nicht selektiv, das heißt er wirke nicht nur im Unkraut, sondern auch in jeder getroffenen Kulturpflanze. Laut dem Landwirtschaftsministerium bestehen bei bestimmungsgemäßer und sachgerechter Anwendung des Wirkstoffs Glyphosat keine Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit. Unter anderem das Umweltinstitut München sieht das anders. Aktuelle Studien belegen laut dem Institut gravierende gesundheitliche Risiken von Glyphosat. So gebe es Hinweise auf eine hormonelle Wirkung. Auch Krebs, Zelltod, Fruchtbarkeitsstörungen, Schädigung des Erbguts, der Embryonalentwicklung, der Leber und der Niere zählen laut Umweltinstitut zu den Folgen des Glyphosateinsatzes.