Archivierter Artikel vom 26.01.2015, 06:00 Uhr

Was Forscher beschäftigt

Die Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem bezeichnet sich selbst als das „Weltzentrum der Dokumentation des Holocaust“: In dem Museum in Jerusalem wird der Völkermord dokumentiert und erforscht. „Die Erforschung des Holocaust wird noch sehr viele Jahrzehnte dauern“, sagt Dr. David Silberklang, Historiker am Internationalen Institut für Holocaust-Forschung in Jad Vaschem.

Besonders über kleine jüdische Gemeinden in Osteuropa weiß man noch nicht genug. „Was genau ist den Menschen dort widerfahren? Welche Möglichkeiten hatten sie, sich zu retten?“, fragt Silberklang. Weitere Projekte konzentrierten sich darauf, herauszufinden, an welchen Orten Massenerschießungen stattfanden. 1500 solcher Stellen hat Jad Vaschem bereits dokumentiert. Außerdem versuchen die Forscher, genaue Informationen über alle Transporte von Juden bekommen.

In den USA leben Medienberichten zufolge noch rund 120.000 Holocaust-Überlebende. In Israel sind noch 180.000 am Leben, etwa 30.000 von ihnen haben ein Konzentrationslager oder Ghetto überlebt.