Archivierter Artikel vom 20.01.2014, 06:51 Uhr

Überblick: Sigmar Gabriels Reformpläne

Die Energiewende zählt zu den größten Herausforderungen für die Bundesregierung.

1. Ausbauziele:

Von heute 25 Prozent soll der Ökostromanteil deutlich günstiger als bisher bis 2025 auf 40 bis 45 Prozent und bis 2035 auf 55 bis 60 Prozent steigen.

2. Kosten:

23,5 Milliarden Euro an Vergütungen werden 2014 gezahlt. Das Problem ist der „Altschuldenberg“ – die Förderung ist auf 20 Jahre garantiert. Also kann nur bei neuen Anlagen gekürzt werden: Die Vergütung je Kilowattstunde soll von derzeit 17 Cent auf 12 Cent sinken.

3. Windkraft an Land:

Pro Jahr sollen nur noch Anlagen mit einer Leistung von 2500 Megawatt (circa 1000 Windräder) gebaut werden. Wenn es mehr wird, werden Vergütungen automatisch gekürzt.

4. Offshore:

Bei Windkraft im Meer sollen es statt 10 000 Megawatt (MW) bis 2020 nur noch 6500 MW und bis 2030 dann 15 000 MW werden. Hier drohen die höchsten Zusatzkosten. Um den Ausbau zu forcieren und Jobs zu retten, wird es bis 2017 eine Vergütung über acht Jahre von 19 Cent geben, die für Windparks, die bis Ende 2019 ans Netz gehen, schrittweise auf 17 Cent gesenkt wird.

5. Solar:

Auch hier werden nach teils über 7500 MW nur noch 2500 MW im Jahr geplant – allerdings gibt es hier schon das System automatischer Kürzungen, wenn der Ausbaupfad überschritten wird.