Archivierter Artikel vom 04.03.2014, 08:32 Uhr

Stadien: WM-Arena in Curitiba ist das Sorgenkind

Von den zwölf WM-Stadien sind 100 Tage vor dem ersten Anpfiff mindestens vier noch im Bau beziehungsweise Umbau. Schlusslicht ist Curitiba mit der Arena da Baixada, die wohl erst vier Wochen vor WM-Anpfiff endgültig übergeben wird.

Der Blick ins WM-Stadion in São Paulo: Wegen eines Unglücks gerieten die Arbeiten in Verzug. Jetzt soll die Eröffnung Mitte April stattfinden. Foto: dpa
Der Blick ins WM-Stadion in São Paulo: Wegen eines Unglücks gerieten die Arbeiten in Verzug. Jetzt soll die Eröffnung Mitte April stattfinden.
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Stadien, die im Bau sind

Arena Corinthians in São Paulo: Dort soll die WM am 12. Juni eröffnet werden. Die Arbeiten am Stadion gerieten wegen eines Unglücks im November mit zwei Toten erheblich in Verzug. Geplante Eröffnung nun: spätestens 15. April. Neben der Eröffnungspartie werden in São Paulo drei WM-Gruppenspiele, ein Achtel- sowie ein Halbfinale ausgetragen – vor maximal 65.807 Zuschauern.

Arena da Baixada in Curitiba: Das Stadion hält die rote Laterne unter den WM-Spielstätten und drohte sogar vom WM-Plan zu verschwinden. Massive Verzögerungen bei den Bauarbeiten verärgerten die Fifa und schreckten Organisatoren. Trotzdem wurde Curitiba bestätigt. Das Stadion soll am 15. Mai übergeben werden. In Curitiba werden vier WM-Gruppenspiele ausgetragen.

Arena da Amazônia in Manaus: Die Fifa lobte bereits den Fortschritt in der Amazonas-Stadt und dem Stadion, obwohl auch Manaus der ursprünglichen Abgabefrist Ende Dezember 2013 deutlich hinterherhinkt. Das Stadion ist zu 97 Prozent fertig. Im März/April soll es eröffnet werden. In Manaus werden vier WM-Gruppenspiele ausgetragen, darunter das Topspiel England – Italien (14. Juni).

Arena Pantanal in Cuiabá: Das Stadion ist nach offiziellen Angaben zu 95 Prozent fertig. Im März sollen Testspiele laufen. Die erste offizielle Partie ist für den 2. April geplant. Das Stadion ist zur WM für rund 41.000 Zuschauer ausgelegt und Austragungsort von vier WM-Gruppenspielen.

Stadien, die fertig sind

Arena das Dunas in Natal: Das Stadion wurde bereits im Januar eröffnet, bietet Platz für 42.000 Zuschauer und wurde in 29 Monaten errichtet. Die Investitionskosten: rund 125 Millionen Euro. In Natal werden vier Gruppenspiele ausgetragen.

Estadio Beira-Rio in Porto Alegre: Das Heimstadion des Erstligaklubs Internacional ist praktisch fertig. Präsidentin Dilma Rousseff gab am 20. Februar ihren Segen. Das erste Testspiel wurde am 15. Februar absolviert. Offiziell soll die Arena am 6. April eröffnet werden.

Estádio Nacional in Brasilia: Dort wurde am 15. Juni 2013 der Confed Cup – die WM-Generalprobe – eröffnet. Das Stadion gilt mit Gesamtkosten von rund 426 Millionen Euro als teuerstes WM-Stadion. Dort finden vier Gruppenspiele, ein Achtel- und ein Viertelfinale sowie das Spiel um Platz drei statt.

Maracaña-Stadion in Rio: Das Stadion ist Brasiliens bekanntester Fußball-Tempel. Dort findet am 13. Juli das WM-Finale statt. Bei der ersten Brasilien-WM unterlag der Gastgeber 1950 im Maracaña im Entscheidungsspiel Uruguay mit 1:2 – bis heute ein nationales Trauma. Die Umbaukosten lagen bei über 300 Millionen Euro.

Castelão-Stadion in Fortaleza: Die Arena war Klassenbester und im Dezember 2012 als erstes der zwölf WM-Stadien fertig. 2014 werden dort vier Gruppenspiele sowie ein Achtel- und ein Viertelfinale ausgetragen. Hier spielt die DFB-Elf am 21. Juni gegen Ghana.

Mineirão-Stadion in Belo Horizonte: Das Stadion wurde ebenfalls im Dezember 2012 eröffnet. Dort werden zur WM vier Gruppenspiele, ein Achtel- sowie ein Semifinale ausgetragen. Bei der WM 1950 schlugen die USA im Vorgänger-Stadion Estádio Sete de Setembro an gleicher Stelle sensationell England mit 1:0.

Arena Pernambuco in Recife: Die Hafenstadt ist der zweite von insgesamt drei Spielorten im hohen Nordosten Brasiliens (Fortaleza, Natal, Recife). Zur WM werden dort fünf Partien – vier Gruppenspiele, ein Achtelfinale – angepfiffen. Das Stadion wurde erst Mitte April 2013 mit deutlicher Verzögerung fertig. Dort spielt die DFB-Elf am 26. Juni ihr letztes Gruppenspiel gegen die USA.

Arena Fonte Nova in Salvador: Die Arena im Bundesstaat Bahia bietet Platz für 50 000 Zuschauer. Hier werden vier Gruppenspiele, ein Achtel- und ein Viertelfinale ausgespielt. Die deutsche Nationalmannschaft trifft im Fonte-Nova-Stadion am 16. Juni in ihrem Auftaktspiel auf die Mannschaft aus Portugal.