Archivierter Artikel vom 18.02.2015, 06:00 Uhr

Schuldenstreit: Die wichtigsten Etappen

Athen wird von den Euro-Partnern unter Druck gesetzt, will aber im Schuldenstreit nicht nachgeben. Die nächsten Stationen im nunmehr bereits wochenlangen Streit:

18. Februar: Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank. Dabei könnte eine Aufstockung und Verlängerung der Notfallhilfe für Griechenland bewilligt werden. Die griechischen Banken haben immer größere Probleme, weil Bürger des Landes ihre Konten aus Furcht vor der finanziellen Zukunft abräumen. Seit vergangenen Mittwoch können die Banken griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit für EZB-Kredite hinterlegen, um an frisches Geld zu kommen.

20. Februar: Das Ultimatum der Euro-Partner für Griechenland läuft ab. Bis dahin soll Athen einen Antrag für eine sechsmonatige Verlängerung des Hilfsprogramms stellen – zusammen mit verbindlichen Zusagen.

28. Februar: Das bereits verlängerte Hilfsprogramm der Europäer endet. Aus dem Programm stehen noch 1,8 Milliarden Euro aus.

Februar und März: 2,1 Milliarden Euro müssen an den Internationalen Währungsfonds und 1,9 Milliarden Euro an Zinsen gezahlt werden.

9. März: Die Finanzminister der Euro-Zone kommen routinemäßig zusammen, Griechenland dürfte wieder ein Thema sein.

19. März: Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU.

Juni bis August: Im Juni sind 2,62 Milliarden an Schulden fällig, im Juli 5,12 Milliarden und im August 3,69 Milliarden Euro. 6,68 Milliarden davon sind Schulden bei europäischen Institutionen. Insgesamt muss Athen 2015 rund 22,5 Milliarden Euro zurückzahlen.