Archivierter Artikel vom 13.08.2017, 17:24 Uhr

Konfessionsfriede zwischen Lutheranern und Reformierten

Im August 1817 wurde in der Idsteiner Unionskirche ein Konfessionsfriede zwischen Lutheranern und Reformierten geschlossen. Für die letzten Meinungsverschiedenheiten in Glaubensfragen konnte nach langem Ringen und durch politischen Druck des Nassauer Herzogs Wilhelm I. (1792–1839) endlich ein Konsens gefunden werden.

Dadurch war es beiden evangelischen Glaubensrichtungen 300 Jahre nach der Reformation möglich, unter anderem gemeinsam im Gottesdienst das Abendmahl zu feiern. Die sogenannte Nassauische Union stellt somit ein besonderes historisches Ereignis in der Weiterentwicklung des Protestantismus dar, weil sie die erste Union zwischen zwei Konfessionen in einem deutschen Flächenland war.