Archivierter Artikel vom 27.07.2013, 06:00 Uhr

Gomorrha: Stadt in Schutt und Asche gelegt

Die Operation Gomorrha, die der britische Luftmarschall Arthur Harris befiehlt, ist die bis dahin schwerste Serie von Luftangriffen in der Geschichte. Vom 25. Juli bis zum 3. August wird die Hansestadt mit ihren 1,5 Millionen Einwohnern von Briten und Amerikanern in Schutt und Asche gelegt.

Der schwerste Angriff findet vom 27. auf den 28. Juli 1943 statt, als sich die Brände, begünstigt durch die lange Trockenheit, zu Feuerstürmen entwickeln, die teilweise Orkanstärke erreichen. Allein in dieser Nacht sollen mehr als 30 000 Menschen gestorben sein. Der Großteil der Leichen kann nicht mehr identifiziert werden.

Die gesamte Operation Gomorrha kostet rund 35 000 Hamburgern das Leben, 125 000 werden verletzt. Weite Teile der Innenstadt sind unbewohnbar geworden. Hunderttausende werden obdachlos. Das militärische Ziel der Alliierten, die Industrie der Großstadt lahmzulegen, wird hingegen weit verfehlt. Schon wenige Wochen später sind die Kapazitäten der Betriebe wieder zu 80 Prozent ausgelastet.