Archivierter Artikel vom 24.04.2014, 06:00 Uhr
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Neuss

Erfolgsrezept Shakespeare: Theater hautnah für jedermann

Ein Mann tritt aus dem Halbschatten des Bühnenhintergrunds und fragt im Prolog von „Heinrich V.“, wie jene Hahnengrube je Frankreich darstellen könne. Ein Geniestreich des Autors: Er lässt den Mimen eine Brücke zwischen tatsächlichem und dargestelltem Raum schlagen. „Was ist eine Hahnengrube?“, zupft ein Mädchen verwirrt an der Jacke seiner Mutter. Die kleine Stimme wabert durch den Raum. Wie im Kreis sitzt das Publikum um die Bühne herum, die Architektur bedingt die Akustik. Die Akteure scheinen zur Menge zu gehören, die Menge scheint Teil der Handlung zu sein.

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