Archivierter Artikel vom 21.04.2015, 20:40 Uhr

Die Geschichte einer systematischen Vernichtung

Die Geschichte: Ende des 19. Jahrhunderts lebten im Osmanischen Reich – dem Vorgängerstaat der Türkei – etwa 2,5 Millionen Armenier. Heute gibt es dort nur noch eine kleine armenische Minderheit.

Im Ersten Weltkrieg sah die muslimische Regierung der Osmanen in den armenischen Christen innere Feinde und zweifelte deren Loyalität im Kampf gegen den christlichen Kriegsgegner Russland an. Damals begann eine systematische Vertreibung und die Vernichtung der Armenier.

Nach unterschiedlichen Schätzungen kamen 1915/1916 bei Deportationen zwischen 300 000 und 1,5 Millionen Menschen ums Leben. Armenier gedenken am 24. April des Beginns der Gräueltaten an ihrem Volk im Osmanischen Reich 1915.

Völkermord: Völkermord oder auch Genozid bezeichnet die vorsätzliche Ermordung, Ausrottung oder anderweitige Vernichtung von Volksgruppen aufgrund ihrer rassischen, ethnischen oder sozialen Merkmale, ihrer Nationalität oder religiösen Überzeugungen. Aufgrund der Berichte über den Völkermord während des Nationalsozialismus verabschiedeten die Vereinten Nationen 1948 eine Konvention über die Verhütung und die Bestrafung des Völkermords

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung