Archivierter Artikel vom 24.12.2013, 06:48 Uhr

Absteiger: Der Fresskorb steckt voller Fettnäpfchen

Er gehörte einst zur Weihnachtszeit wie zum Firmenjubiläum oder zur Goldenen Hochzeit: Mit einem Fresskorb bekam man keinen Preis für geschenkgewordene Kreativität, lag aber auch selten falsch.

Sein Inhalt staffelte sich durch die Preisstufen hindurch rund um die gleichen Grundzutaten: Alkoholika, Schokolade, Kaffee, Wurstund Fischkonserven, gern auch Tabakwaren. Mit einem solchen Konglomerat kann man heute nur noch Menschen kommen, die man wirklich sehr gut kennt – und denen würde man sicherlich doch etwas Persönlicheres überreichen wollen.

Denn bei allen anderen gilt: Die galoppierende Ausdifferenzierung der Religionsangehörigkeiten, sich ausbreitende Nahrungsmittelallergien und Ernährungsgewohnheiten machen diesen Querschnitt von Sachen, die „doch wirklich jedem schmecken“, zur verpackten Fettnäpfchendeponie.