Archivierter Artikel vom 27.06.2015, 15:29 Uhr

Wir fragten vor zehn Jahren: Wo bleibt das E-Papier?

„Möglicherweise wird der Online-Leser bald nicht mehr vor einem Computer sitzen müssen, sondern kann ein echtes E-Paper in der Hand halten: Ein handliches Lesegerät, das mit einer hauchdünnen Folie bespannt ist, die mehrmals täglich aktualisierte Nachrichten empfängt und abbildet. Dann wären Zeitung und Internet verschmolzen. Vielleicht ja zum 20. Geburtstag von RZ-Online?“

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Liegt gut in der Hand: RZmobil für iPhone, iPad, Android-Smartphones und -Tablets.
Liegt gut in der Hand: RZmobil für iPhone, iPad, Android-Smartphones und -Tablets.

Diese Zeilen schrieben wir vor genau zehn Jahren. Damals war unsere elektronische Zeitungsausgabe für den PC – E-Paper genannt – gerade vier Jahre alt, und wir hofften, dass man sie irgendwann einmal auf einem mobilen Gerät lesen können würde.

Unsere Hoffnungen wurden erfüllt, wenn auch nicht ganz so wie gedacht: Statt großer, biegsamer Folien mit elektronischer Tinte, E-Ink genannt, entwickelten Steve Jobs und seine Apple-Mitstreiter das iPad. Es war und ist viel mehr als ein reines Lesegerät und begründete eine eigene Gattung von Computern: die Tablets. Auf ihnen lässt sich unsere Zeitung bequem mit einer App lesen. Zugegeben: Etwas größer dürfte der Bildschirm noch werden. Das kommt schon bald mit dem iPad Plus.

Und das E-Papier, die dünne Folie? Die gibt's noch immer nicht mit ausreichender Auflösung. Zudem scheint die Nachfrage danach zu fehlen.

Von unserem Chef vom Dienst Online Jochen Magnus