Archivierter Artikel vom 29.07.2014, 09:35 Uhr
Halifax

Per Anhalter durch Kanada: Roboter hitchBOT trampt 6000 km

Ein Roboter reist seit Sonntag per Anhalter durch Kanada. Gibt es nicht? Gibt es doch! „hitchBOT“ ist von der Ost- zur Westküste Kanadas unterwegs und ist bereits ein Star im Netz. Auf seiner Webseite www.hitchbot.me, bei Facebook und Twitter kann man die Tour verfolgen. Dort werden fleißig Bilder vom gern mitgenommenen Beifahrer gepostet.

Per Anhalter durch Kanada: hitchBOT wird auf der Straße aufgesammelt und darf ins Auto einsteigen.

Instagram@hitchbot

Die Menschen in Kanada freuen sich über den quasselnden Roboter und verbreiten Bilder mit ihm auf Facebook, Twitter und Instagram.

Instagram@hitchbot

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Instagram@hitchbot

Auf einer Karte auf der Webseite hitchbot.me kann man sehen, wo der Roboter gerade unterwegs ist.

Screenshot hitchbot.me

Von unserer Reporterin Jennifer de Luca

hitchBOT besteht zum Einen aus einem Eimer, in dem seine Elektronik verstaut ist. Schwimmhilfen dienen ihm als Arme und Beine, dazu hat er Spülhandschuhe – Daumen hoch – und kleine gelbe Gummistiefel an. Strom bekommt der Roboter über Solarzellen, er kann – und sollte zwischendurch immer wieder – auch im Auto an den Zigarettenanzünder angeschlossen werden.

„Bitte nehmen Sie mich mit“ krächtzt hitchBOT und blinkt aufgeregt, wenn er am Straßenrand steht und auf eine Mitfahrgelegenheit wartet. Kanadische Wissenschaftler wollen mit dem Experiment herausfinden, wie das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine funktioniert. Es gehe außerdem darum, ob Roboter den Menschen vertrauen können, berichtete einer der Schöpfer von hitchBOT dem Sender CBC.

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Scheinbar ja: Nach dem Start seiner Mission dauerte es keine Minute, da saß hitchBOT schon in einem Auto. Seine Anleitung hat der kleine Roboter immer bei sich. Er ist mit einer Kamera und einem Mikrofon ausgestattet und kann Sprache erkennen. Dank einer Sprachsoftware und einer Schnittstelle zu Wikipedia kann er sich über viele Themen mit seinen Mitfahrern unterhalten. Außerdem kann er seine Erlebnisse per Facebook, Instragram und Twitter teilen.

Was hitchBOT wo erlebt, bleibt seinem Schicksal überlassen. Die kanadischen Forscher hoffen nur, dass er nicht beschädigt oder gar geklaut wird.