Archivierter Artikel vom 10.09.2011, 13:55 Uhr
Koblenz

Neuer Wurm auf Twitter spricht Deutsch

Die Gefahr für Twitter-Nutzer, Opfer von bösartigen Links zu werden, ist rapide gewachsen: Am Samstag wurden vermehrt Tweets mit solchen Links in deutscher Sprache festgestellt.

Tweets, die zum Teil Sinn ergeben und neugierig machen könnten: Die  Suche nach dem Link zu der Adresse fördert eine Vielzahl von Tweets an  Licht, die Nutzer in die Falle locken.
Tweets, die zum Teil Sinn ergeben und neugierig machen könnten: Die Suche nach dem Link zu der Adresse fördert eine Vielzahl von Tweets an Licht, die Nutzer in die Falle locken.

Koblenz – Die Gefahr für deutsche Twitter-Nutzer, Opfer von bösartigen Links zu werden, ist rapide gewachsen: Am Samstag wurden vermehrt Tweets mit solchen Links in deutscher Sprache festgestellt, die dazu dienen dürften, Nutzer auszuspionieren.

Geständnis: Wir sind auch auf den Leim gegangen, haben auf den Link geklickt. Es sah ja auch aus wie eine mögliche Antwort.
Geständnis: Wir sind auch auf den Leim gegangen, haben auf den Link geklickt. Es sah ja auch aus wie eine mögliche Antwort.

Eine Direktnachricht in englische Sprache von jemandem, den man kennt und der sonst nie englisch schreibt: Da wurden Twitternutzer in Deutschland bisher stutzig und klickten eher nicht darauf. Die gleiche Situation, wenn man von fremden Nutzer plötzlich auf Englisch angesprochen wurde. Man schaute sich an, wer der Nutzer ist, was er sonst so twittert. Doch am Samstag tauchten erstmals massenhaft Tweets zu einer Facebook-Anwendung auf, die auf Deutsch verfasst waren. Die Tweets nach dem Zufallsprinzip passten oft auch als mögliche Antworten und dürften automatisch aus bestehenden Tweets generiert worden sein. Viele Nutzer klickten unbedarft darauf und landeten bei der Anwendung Facebook Profile Viewer. Sie gibt vor, dem Nutzer anzeigen zu können, wer sich die eigene Facebook-Seite angeschaut hat. Das funktioniert allerdings nicht.

Die Anwendung dürfte dazu dienen, vollen Zugriff auf die Profile der Nutzer zu haben und so Profile der Nutzer auslesen und für zielgerechtes Marketing nutzen zu können. Wer hinter der Aktion steckt, kann eine Datendank aufbauen, die bares Geld wert ist und bei dem Nutzer zu noch mehr Spam führt. Außerdem hat die Anwendung in der Vergangenheit auch Nachrichten an die Freunde von Facebook-Nutzern mit dem Link weiterverschickt und sich so verbreitet.

Wer auf „Gefällt mir“ geklickt hat, sollte in seine Kontoeinstellungen in die Anwendungen gehen und den Profile Viewer dort wieder entfernen. Verbergen könnte sich das Programm auch im Konto

Lars Wienand