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Koblenz

Zwischen Mythos und Realität: Neue Ausstellung blickt auf 7000 Jahre Räuber am Mittelrhein

Man hat schon einige Meter zurückgelegt in den ausladenden Gewölbegängen der Festung Ehrenbreitstein, hat die Raubzüge der Germanen längst hinter sich gelassen, ebenso den brutalen Überfall der Neuwieder Bande auf einen mit Geld beladenen Postwagen im Jahr 1799, da begegnet der Schinderhannes einem zum ersten Mal. Mit seinen kurz geschorenen Haaren und den stechenden Augen blickt er in die Leere, fast so, als könne er kein Wässerchen trüben. Dabei gilt Johannes Bückler, so sein bürgerlicher Name, als der bekannteste Gauner zwischen Trier und Koblenz, ein Mythos, der bis heute nachwirkt – und somit folgerichtig auch einen der Schwerpunkte setzt in der Schau „Räuber – 7000 Jahre Tatort Mittelrhein“, die seit Samstag im Haus der Kulturgeschichte zu sehen ist.

Von Stefan Schalles Lesezeit: 5 Minuten