Koblenz

Robert Seethaler liest aus „Das Feld“: Wenn die Toten erzählen

Robert Seethaler mag die Traurigkeit. Er findet es irgendwie befreiend, wenn er sich betrübt fühlt. „Traurig zu sein, ist wie eine ins Fließen geratene Depression“, meint er. Welch ein Satz. Karg und doch poetisch, berührend und wert, einige Gedanken darauf zu verwenden. Er könnte ebenso gut in einem der Romane des österreichischen, in Berlin lebenden Bestsellerautors geschrieben stehen, in denen Seethaler so häufig unaufgeregt Aufregendes schreibt. Doch diesen einen Gedanken über die Tiefe und Dichte von Traurigkeit formuliert er nicht in einem seiner Bücher, sondern in der Kulturfabrik, wo er jetzt für eine Lesung zu Gast war.

Anke Mersmann Lesezeit: 4 Minuten
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