Archivierter Artikel vom 24.11.2019, 19:22 Uhr
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Koblenz

Fallada zwischen „Cabaret“ und „Babylon Berlin“

Wenn ein spannender Romanstoff verfilmt wird, ist der Erwartungsdruck hoch: Oft heißt es nachher: „Nun, das Buch war aber besser.“ Der Umkehrtrend, reihenweise bekannte Filmstoffe auf die Bühne zu bringen, führt ebenso häufig zu Enttäuschungen bei denjenigen, die das Original kannten und nun mit der im Medienwechsel entstandenen Fassung nicht zufrieden sind. Umso höher ist es einzuschätzen, wenn bei einer solchen Transition etwas hervorkommt, was für sich betrachtet und mit den Möglichkeiten der jeweils gewählten Ausdrucksform Großes erreicht. Und diese Hochachtung hat sich die aktuelle Opernuraufführung „Wolf unter Wölfen“ am Theater Koblenz verdient.

Von Claus Ambrosius Lesezeit: 5 Minuten