Archivierter Artikel vom 09.12.2019, 17:46 Uhr
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Stockholm

Die Rede in Stockholm: Warum Handke den Literaturnobelpreis verdient hat

Peter Handke, das haben viele Kommentatoren in den vergangenen Wochen vergessen, ist Schriftsteller. Kein Journalist und kein Politiker. Dass er anders, mit den Mitteln der Literatur, einen geopolitischen Konflikt beschrieb, er dabei aber, wie der Titel eines literarisch bemerkenswerten, politisch bedenklichen Textes lautet, „Gerechtigkeit für Serbien“ forderte und sogar eine Rede auf der Beerdigung von Slobodan Milosevic hielt, ist schwer, vielleicht auch gar nicht nachvollziehbar. Zumindest, wenn man in der Literatur bloß eine Dienerin von Staat und Moral sehen möchte.

Von Wolfgang M. Schmitt Lesezeit: 3 Minuten