„Die Gesellschaft der Wearables“: Die große Selbstvermessung

Es gab eine Zeit, da aß man, was einem schmeckte und bekam. Manche gingen täglich, andere wöchentlich oder gar nie auf die Waage. Wer sich sportlich betätigen wollte, joggte oder schwamm, zählte Runden beziehungsweise Bahnen. Hin und wieder besuchte man den Arzt für ein Check-up, und wenn der Cholesterinwert zu hoch war, gelobte man, nur noch einfach und nicht mehr doppelt das Brot mit Wurst zu belegen. Es waren schöne, weil entspannte Zeiten. Sie sind heute so weit weg wie das Schnurtelefon, das einen zwar einschränkte, aber gleichzeitig auch befreite, weil man außerhalb der Klingelhörweite als unerreichbar galt.

Wolfgang M. Schmitt Lesezeit: 5 Minuten
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