Der Streaming-Zuschauer als Klimakiller: Die Grenzen des Moralisierens

Nie war der Zuschauer eines Films oder einer Serie unschuldig, immer ist er auch Voyeur oder gar Mittäter. Ein Meisterwerk wie „Das Fenster zum Hof“, in dem der an den Rollstuhl gefesselte, von James Stewart gespielte Protagonist die Nachbarschaft durch ein Fernrohr beobachtet und damit Kameramann und Zuschauer zugleich ist, handelt davon. Dennoch hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass, wer Filme sieht, passiv ist, nur weil er sich kaum bewegt. Als seien Mitdenken und -fühlen keine Aktivität. Vom „Konsumieren“ eines Films wird häufig gesprochen, doch mit Blick auf das Klima ist der Zuschauer in erster Linie ein überaus aktiver Verbraucher, auch wenn es ihm nicht bewusst ist.

Wolfgang M. Schmitt Lesezeit: 4 Minuten
Jetzt weiterlesen

Sie sind bereits Abonnent der Zeitung und haben noch keine Zugangsdaten? Hier kostenlos registrieren

 

Alle Angebote im Überblick.

Fragen? Wir helfen gerne weiter:
Telefonisch unter 0261/9836-2000 oder per E-Mail an: aboservice@rhein-zeitung.net