Archivierter Artikel vom 23.11.2020, 18:18 Uhr
Koblenz

„Briefe von Toni“: Ein Buch gegen das Vergessen

Inmitten brennender Straßenzüge, überdeckt von den Schreien der Verschütteten, wankt eine Frau aus einem Hauseingang, mit wirrem Haar und geschwärztem Gesicht, weinend, flehend, auf dem Arm ein verkohltes Bündel, das sie schließlich vor sich niederlegt und schreit „Mein Kind, mein Kind“. Ein Mann versucht, sie von den herannahenden Flammen wegzuzerren – vergeblich. Es ist eine Szene, die aus heutiger Sicht – zumindest in Deutschland – unvorstellbar scheint, und doch nie lange genug zurückliegen kann, um jemals in Vergessenheit zu geraten. Verstörende Bilder, die die Kulisse bilden für Frank Breschings neuen Roman „Briefe von Toni“.

Stefan Schalles Lesezeit: 5 Minuten
Jetzt weiterlesen

Sie sind bereits Abonnent der Zeitung und haben noch keine Zugangsdaten? Hier kostenlos registrieren

 

Alle Angebote im Überblick.

Fragen? Wir helfen gerne weiter:
Telefonisch unter 0261/9836-2000 oder per E-Mail an: aboservice@rhein-zeitung.net