Archivierter Artikel vom 25.09.2020, 17:35 Uhr
Koblenz

Beschwerlich schöne Sehnsucht: Mittelrhein-Museum zeigt Ausstellung zur Grand Tour

Wer zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Deutschland nach Italien reiste, benötigte ein gutes Maß an Ausdauer – und vor allem Geduld. Auf den meist schlecht ausgebauten Straßen waren die Kutschen, in denen auf wenigen Quadratmetern bis zu sechs Personen Platz fanden, mehrere Wochen unterwegs, Unfälle gab es zuhauf, auch Begegnungen mit Kriminellen waren keine Seltenheit. Goethes Ausspruch „Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen“ klingt da fast wie eine trotzige Rechtfertigung – und doch galt gerade der Aufbruch nach Italien Künstlern und Adeligen gleichermaßen als heilige Pflicht.

Stefan Schalles Lesezeit: 4 Minuten
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