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Koblenz

Auf Tauchgang im Plastiksack: So sieht es aus, wenn sich die Autorin selbst filmt

Die wenigsten Schriftsteller, die schon zwei gelobte Romane vorgelegt und hochoffizielle Auszeichnungen eingeheimst haben, kann man sich kopfüber in einem Müllsack vorstellen. Bei der Wienerin Raphaela Edelbauer funktioniert das fulminant: Mit Schwung und Videokamera rein ins blaue Plastik, die Brille leicht verrutscht, ein selbstironisches Lied auf den Lippen, filmt sich die Autorin selbst zwischen den flatternden Bahnen des Kunststoffs. Dazu greift sie Phrasen auf, die ihr offenbar öfter begegnen: „Warum schreiben Sie so viele Adjektive? Weißt du, dass du aussiehst wie die junge Ingeborg Bachmann?“ Ein beherzter Tauchgang im Small-Talk-Müll des Literaturbetriebs.

Von Finn Holitzka Lesezeit: 3 Minuten