Archivierter Artikel vom 26.12.2013, 15:22 Uhr
Berlin

Tragödien: Am Fest der Liebe gibt's auch Streit, Mord und Totschlag

Alle Jahre wieder: Das Fest der Liebe endete mancherorts in Deutschland in Tragödien. Auch an Weihnachten geschehen Unglücke und schwere Verbrechen.

So fand eine Frau in Gütersloh ihre Mutter und ihren Onkel am Ersten Weihnachtsfeiertag tot in deren Haus. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus. Die Leichen der 74-jährigen pensionierten Ärztin und ihres 77 Jahre alten Bruders wiesen erhebliche, tödliche Verletzungen auf, erklärte die Polizei, die aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst keine weiteren Details nennen wollte. Die Fahnder sprachen von einem Kapitaldelikt. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren.

Bei einem Familienstreit in Wolfsburg ist an Heiligabend ein 45-Jähriger erstochen worden. Der Mann hatte mit seiner 55 Jahre alten Lebensgefährtin, deren 33-jährigem Sohn und einem Bekannten den Festtag verbracht, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der Sohn steht unter dringendem Tatverdacht und wurde festgenommen. Die Beamten stellten ein Küchenmesser als mögliche Tatwaffe sicher.

Streit endete tödlich

Ein 64-Jähriger soll in Pritzwald (Mecklenburg-Vorpommern) seine Ehefrau kurz vor Weihnachten tödlich verletzt haben. Die 59-Jährige wies Spuren starker Gewalteinwirkung auf, als sie am Heiligabend tot in ihrer Wohnung gefunden wurde, wie die Polizei mitteilte. Der Mann hatte den Angaben zufolge noch selbst den Notarzt verständigt, machte sich jedoch bei den Ermittlungen dringend tatverdächtig. Ein Haftrichter erließ Haftbefehl gegen den Beschuldigten.

Ein Streit zwischen zwei Männern in Köln endete an Heiligabend für einen der beiden tödlich: Wie die Polizei mitteilte, erlag ein 32-jähriger Mann trotz sofortiger notärztlicher Versorgung seinen schweren Verletzungen. Festgenommen wurde sein 54-jähriger Mitbewohner, der die Polizei über einen Notruf herbeigerufen hatte. Warum und worüber die beiden Männer in Streit geraten waren, war zunächst nicht bekannt.

Mit einer Massenschlägerei endete die gemeinsame Weihnachtsfeier zweier Großfamilien im hessischen Dietzenbach. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt, wie die Polizei berichtete. Sechs Männer und zwei Frauen seien in Gewahrsam genommen worden. Die Familien waren nach einigen Gläsern Alkohol am Ersten Weihnachtsfeiertag in Streit geraten und aufeinander losgegangen. Die Polizei sorgte in der verwüsteten Wohnung kurzzeitig für Ruhe, kurz darauf schlugen die Familien jedoch auf der Straße wieder aufeinander ein. Die Polizei vermutet, dass es bei dem Streit um Nichtigkeiten ging.

Auf offener Straße niedergestochen

Die Hamburger Polizei nahm eine 31 Jahre alte Frau, die ihren ehemaligen Lebensgefährten erstochen haben soll, in der Nacht zu Donnerstag fest. Sie wird verdächtigt, den 23-Jährigen nach einem Streit am Mittwoch auf offener Straße niedergestochen zu haben.