Archivierter Artikel vom 29.06.2011, 06:18 Uhr

Google startet das neue Facebook: Exklusiv-Test der Rhein-Zeitung

Mountain View (dpa/msc) – Google wagt einen neuen Vorstoß in Richtung soziale Netzwerke. Mit Google+ setzt der Internetkonzern einen Gegenpol zum beliebten Facebook. Die Rhein-Zeitung konnte den Dienst als erste deutsche Tageszeitung testen.

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Google+, der neue Dienst von Google, konkurriert mit Facebook

Screenshot: Marcus Schwar

Aus dem persönlichen Adressbuch, das man zuvor bereits bei Google gespeichert hat, generiert Google Plus Vorschläge fürs Vernetzen.

Screenshot: Marcus Schwar

In einem Videochat mit dem Medienfachmann Jeff Jarvis und weiteren Kollegen testeten wir den Hangout: eine direkt aus dem Google-Plus-Fenster aufgerufene Funktion zum miteinander Quatschen.

Screenshot: Marcus Schwar

Google+ sieht ähnlich wie Facebook aus. Statusmeldungen erscheinen in der Mitte, Menüpunkte links, rechts weitere Hinweise.

Screenshot: Marcus Schwar

Ein nacktes Google Plus: So fängt man an.

Screenshot: Marcus Schwar

Circles, Hangouts, Sparks: Das sind die neuen Begriffe der Medienwelt. Sofern Google+ Erfolg hat.

Screenshot: Marcus Schwar

Namen von Bekannten werden automatisch vorgeschlagen.

Screenshot: Marcus Schwar

Diskussionen unterhalb von Beiträgen von Bekannten ergeben sich wie bei Facebook.

Screenshot: Marcus Schwar

In einer gesonderten Ansicht namens „Benachrichtigungen“ erhält man die Reaktionen von Netzwerkteilnehmern besonders hervorgehoben angezeigt.

Screenshot: Marcus Schwar

In der Rubrik „Sparks“ lassen sich einzelne Suchbegriffe definieren – um beispielsweise alle für Google relevantebn Vorkommen von „Koblenz“ als Webschnipsel einzubauen. In diesem Fall war es allerdings eine veraltetet Nachricht der Rhein-Zeitung vom Vormittag. Auf www.rhein-zeitung.de war längst die neue Nachricht über die Razzia am Nürburgring aufbereitet.

Screenshot: Marcus Schwar

Wer bei Google eingeloggt ist, bekommt künftig „oben rechts“ die neuen Hinweise auf Reaktionen aus dem Google-Plus-Netzwerk angezeigt.

Screenshot: Marcus Schwar

Ebenso wird es für Nutzer des Google-Mail-Postfachs recht einfach, direkt über ein Eingabefeld oben rechts im Browser eigene Statusmeldungen abzugeben. Eine Verknüpfung zu Facebook oder Twitter ist dagegen vorerst nicht eingebaut.

Screenshot: Marcus Schwar

Jede Statusmeldung eines Teilnehmers enthält einen Hinweis darauf, wer das lesen kann. In diesem Fall ist der Leserkreis „eingeschränkt“. Aber man kann als Bekannter von Stefan in diesem Fall nachschauen, wer das noch hätte lesen können.

Screenshot: Marcus Schwar

Fast wie im richtigen Leben wird es nötig, in „Kreise“ beim neuen Google+ eingeführt zu werden. Man benötigt diese Türöffner, um künftige Veröffentlichungen von ihnen aufrufen zu können.

Screenshot: Marcus Schwar

Im Stream links fällt man eine Auswahl darüber, welche Statusmeldungen von Internet-Bekanntschaften angezeigt werden sollen.

Screenshot: Marcus Schwar

Welche Kreise jemand hat, lässt sich mit gewissen Einschränkungen nachvollziehen. Doch bleibt geheim, in welchen Kreisen man selbst bei anderen Netzwerkteilnehmern einsortiert wurde.

Screenshot: Marcus Schwar

Beispielhaft die Timeline (oder wie es Google nennt: der „Stream“) des Autoren der Rhein-Zeitung. Ein Facebook-Klon von Google, nur mit klareren, verbesserten Funktionen.

Screenshot: Marcus Schwar

Sitzt die Frisur, funktioniert das Mikrofon? Google hat eine Videochatfunktion namens Hangout in Google Plus eingebaut.

Screenshot: Marcus Schwar

Mit wem man bei Google+ und Hangout per Video diskutiert, lässt sich über die Freundeskreise einstellen.

Screenshot: Marcus Schwar

Beispielbild, das aus Koblenz-Horchheim beim neuen Google+ hochgeladen wurde: Der Upload vom PC gelang problemlos.

Screenshot: Marcus Schwar

Der Statusbeitrag, wie er in Google Plus eingetragen wurde – die Auswahl der Gruppen, die dieses Foto sehen dürfen, ist mit wenigen Klicks erledigt.

Screenshot: Marcus Schwar

Google Plus ist gegenwärtig nur auf Einladung zugänglich. Der große Angriff des Unternehmens auf die Vorherrschaft von Facebook bei den sozialen Medien geschieht nicht an einem besonderen einzelnen Tag der Neuveröffentlichung, sondern nach und nach.

Screenshot: Marcus Schwar

Die Stärke von Google+ liegt laut Entwicklern darin, dass die Nutzer Informationen mit ausgewählten Menschen teilen können statt mit allen ihren Online-Bekannten.

Google ist praktisch gezwungen, Facebook etwas entgegenzusetzen, weil immer mehr Leute Zeit dort verbringen – Zeit, die Google verloren geht. Beide Internetfirmen machen ihr Geld mit Werbung und deshalb ist es für sie überlebenswichtig, dass viele Menschen ihre Seiten besuchen.

Im ersten Test der Rhein-Zeitung entpuppte sich der Dienst als fast vollwertiger Klon von Facebook – mit neuen Funktionen, die über die Fähigkeiten von Facebook hinaus gehen. Allerdings erscheint damit noch nicht ausgemacht, dass Google Plus tatsächlich ein Erfolg wird. Internetnutzer müssten zum neuen Dienst wechseln, es gibt derzeit keine Querverbindungen.