Archivierter Artikel vom 19.09.2011, 17:22 Uhr
Koblenz

Gelingt der Wechsel von Charlie Sheen zu Ashton Kutcher? Two and a half men Serie Michael J Fox

Bei der Serie „Two and a half men“ geht eine Ära zu Ende: In den USA startete die neue Staffel der Erfolgsserie erstmals ohne Schauspieler Charlie Sheen (46), dafür aber mit Ashton Kutcher (33). Dass dieser Wechsel riskant ist, zeigen einige Beispiele aus der Vergangenheit.

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Charlie Sheen ist weg. Funktioniert die Serie auch ohne ihn?
Charlie Sheen ist weg. Funktioniert die Serie auch ohne ihn?
Foto: dpa

Koblenz – Bei der Serie „Two and a half men“ geht eine Ära zu Ende: In den USA startete die neue Staffel der Erfolgsserie erstmals ohne Schauspieler Charlie Sheen (46), dafür aber mit Ashton Kutcher (33). Dass dieser Wechsel riskant ist, zeigen einige Beispiele aus der Vergangenheit. Die Gefahr ist groß, dass sich die Zuschauer nicht mit der neuen Figur identifizieren können, die Quoten sinken und die Serie sogar abgesetzt werden muss.

Sheen selbst war schon einmal von einem solchen Fall betroffen. Damals ersetzte er Michael J. Fox in „Chaos City“, weil dieser wegen seiner schweren Parkinson-Erkrankung aussteigen musste. Der 46-Jährige übernahm die Rolle des zweiten Bürgermeisters, eines ewig trinkenden Frauenhelds. Die Zuschauer wollten aber lieber weiterhin Michael J. Fox („Zurück in die Zukunft“) mit seinem Lausbubencharme sehen, der dem Bürgermeister von New York aus jener noch so misslichen Lage half. Die Quoten sanken, „Chaos City“ wurde nach zwei Staffeln mit Sheen abgesetzt.

Nicht ganz so drastisch war der Fall von „Kommissar Rex“. Die Krimiserie verkraftete den ersten Wechsel des Hauptdarstellers von Tobias Moretti (52) auf Gedeon Burkhard (42) problemlos. Doch als dieser aus persönlichen Gründen aufhörte, fiel die Sendung in der Gunst der Fans. Mehr als zehn Millionen Zuschauer hatten dem Schäferhund einst bei der Verbrechensbekämpfung zugesehen: ein Wert, den die Serie nicht mehr erreichte. Zu oft gab es neue Darsteller – bis heute hatte Rex vier Herrchen.

Dass ein Wechsel der Schauspieler nicht unbedingt dem Erfolg schadet, beweist seit 16 Jahren „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“. Im Mittelpunkt der Sendung stehen spektakuläre Stunts und wilde Verfolgungsjagden. Da scheint es fast egal zu sein, wer die Autos schrottet. Bereits acht verschiedene Kommissare traten in den 13 Staffeln auf, immer mit hohen Quoten.

Bei der britischen Serie „Doctor Who“, die von 1963 bis 1989 lief und 2005 zurückkehrte, gehört es sogar zum Konzept, dass verschiedene Schauspieler die Hauptfigur verkörpern – bislang elf an der Zahl. Die Sendung handelt von einem mysteriösen Mann, der als „Doktor“ bekannt ist und durch die Zeit reist und dabei unter anderem fremde Zivilisationen rettet. Der Übergang zum neuen Schauspieler erfolgt mit einem Trick: Der „Doktor“ muss sich regelmäßig regenerieren.

Von unserem Reporter Christian Weihrauch