Das Zuständigkeitsgebiet der PI Bingen umfasst die Stadt Bingen, die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe sowie die Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen. Die PI Bingen betreut ca. 59100 Einwohner auf einer Gesamtfläche von ca. 208 km². Innerhalb des Dienstgebietes befinden sich stark frequentierte Hauptverkehrsstraßen im Rhein-Main-Gebiet über die BAB 60 als auch über die BAB 61.
Ausweislich des Verkehrsunfalllagebildes der Polizeiinspektion Bingen wurden in deren Dienstgebiet im Jahr 2025 insgesamt 1476 Verkehrsunfälle registriert. Im Vergleich zum Vorjahr stieg damit die Anzahl der Verkehrsunfälle leicht um 44 (2024 - 1432) und damit um 3,1 Prozent.
Mit Blick auf die Verkehrsunfälle mit Personenschäden stiegen die Verkehrsunfälle mit leichtem Personenschaden um 6 auf 112. Solche mit schwerem Personenschaden sanken hingegen um 5 von 23 auf 18 Verkehrsunfälle (-21,7 Prozent).
Wie bereits im Vorjahr wurde ein tödlicher Verkehrsunfall registriert. Der Unfall ereignete sich auf der B9 bei Trechtingshausen. Bei einem Überholmanöver kollidierte ein Pkw mit einem entgegenkommenden Lkw. Dabei kamen der 74-jährige Fahrer sowie seine gleichaltrige Beifahrerin ums Leben.
Unfallursachen
Bei den Unfallursachen ist zu beachten, dass sich aufgrund geänderter Erfassungskriterien eine Verschiebung bei der Hauptunfallursache ergeben hat. Häufigste Ursache war im Jahr 2025 die Kategorie "andere Fehler des Fahrzeugführenden" mit 429 Fällen. Es folgen Verkehrsunfälle aufgrund "ungenügenden Sicherheitsabstands" (391 Fälle), "Fehler beim Wenden, Abbiegen sowie Ein- und Ausfahren" (265 Fälle) und "Vorfahrts- und Vorrangverstöße" (79 Fälle).
Darüber hinaus wurden 187 Verkehrsunfälle mit Wild im Jahr 2025 im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Bingen registriert.
Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen
Die Zahl der Verkehrsunfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel ist leicht zurückgegangen. Insgesamt wurden 28 entsprechende Unfälle erfasst (2024: 30), davon führten 15 zu Personenschäden. Es konnten dennoch 133 folgenlose Fahrten nach Drogen-oder Alkoholeinwirkung festgestellt werden. Darüber hinaus wurden 38 Fahrten unter solcher Einwirkung durch frühzeitige Kontrollmaßnahmen verhindert.
Relevante Risikogruppen
Im Bereich der Risikogruppen in Bezug auf das Alter des Fahrzeugführenden zeigt sich überwiegend eine positive Entwicklung: Die Zahl der Unfälle unter Beteiligung junger Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) sank von 225 auf 219 Fälle. Auch bei Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren wurde ein Rückgang von 366 auf 357 Unfälle verzeichnet. Lediglich bei der Beteiligung von Kindern kam es zu einem Anstieg von 10 auf 12 Verkehrsunfälle. Auffällig ist, dass die genannten Risikogruppen im Durchschnitt in 69,4 Prozent der Fälle als Hauptverursachende registriert wurden.
Bei den Risikogruppen in Bezug auf die Verkehrsbeteiligungsarten ist ebenfalls überwiegend ein Rückgang festzustellen. So sank die Zahl der Unfälle unter Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen von 13 auf 9, bei Lastkraftwagen von 166 auf 164 sowie bei Rad- und Pedelecfahrenden von 44 auf 35. Demgegenüber stieg die Zahl der Unfälle mit motorisierten Zweirädern deutlich von 23 auf 33 Fälle an.
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
Deutlich positiv entwickelte sich die Zahl der Verkehrsunfallfluchten. Diese sanken von 410 Verkehrsunfälle im Jahr 2024 auf 338 im Jahr 2025. Die Aufklärungsquote lag bei 34,6 Prozent. Die Polizei ist zur Ermittlung der flüchtigen Unfallverursachenden weiterhin auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen und wird entsprechende Verkehrsunfälle auch zukünftig mit Pressemeldungen begleiten.
Die PD Bad Kreuznach bzw. die PI Bingen setzt sich mit unterschiedlichen ursachen-und zielgruppenorientierten Schulungen und Maßnahmen für steigernde qualitative und quantitative Verkehrsüberwachung sowie Präventionsarbeit ein.
Durch die Jugendverkehrsschule der PD Bad Kreuznach nahmen im Zuständigkeitsbereich der PI Bingen im Jahr 2025 insgesamt 555 Kinder an der Radfahrausbildung teil. Weiterhin wurden im Rahmen der AG "Junge Fahrende" unter anderem Präventionsvorträge an Schulen gehalten.
Das Verkehrsunfalllagebild zeigt weiterhin die hohe Relevanz der Verkehrssicherheitsarbeit.
Die Polizeiinspektion Bingen wird auch im laufenden Jahr ihre Maßnahmen zur Überwachung des Straßenverkehrs fortsetzen und gezielt ausbauen. Schwerpunkte liegen dabei insbesondere auf der Bekämpfung von Alkohol- und Drogeneinfluss im Straßenverkehr, der Ahndung rücksichtslosen Verkehrsverhaltens sowie der zielgruppenorientierten Präventionsarbeit.
Bingen am Rhein, 15.04.2025
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Verkehrsunfallstatistik 2025 der Polizeiinspektion Bingen

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