Trier
Mediterrane Klänge im Trierer Dom
Polizist mit Handschellen
Symbolbild
Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ein ungewöhnliches akustisches Intermezzo hat am gestrigen Mittwochmittag für Aufsehen im Trierer Dom gesorgt.

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Kurz nach 13 Uhr begannen im Bereich der Heilig-Rock-Kapelle rund 500 Mittelmeergrillen ein lautes Zirp-Konzert und verliehen dem ehrwürdigen Gotteshaus ein kurzzeitiges mediterranes Flair.
Auslöser des Insekteneinsatzes war allerdings kein Naturschauspiel, sondern das mutmaßliche Handeln eines 72-jährigen Mannes aus Trier. Eine aufmerksame Zeugin beobachtete, wie der Verdächtige die Tiere aus einem Karton im Inneren des Domes freigab und anschließend das Gotteshaus verließ. Die Zeugin folgte dem Mann, verständigte umgehend die Polizei und gab sich bei der Kontrolle im Bereich des Rindertanzplatzes als Hinweisgeberin zu erkennen. Der Tatverdächtige führte zu diesem Zeitpunkt noch den leeren bzw. betroffenen Futtertier-Karton mit der Aufschrift "Mittelmeergrillen, 500 Stück, Einzelfutter" mit sich.
Die Polizei hat gegen den 72-Jahre alten Mann ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Störung der Religionsausübung gemäß § 167 StGB eingeleitet. Zu seinem Motiv machte der Beschuldigte bislang keine Angaben. Der Tatbestand sieht im Höchstmaße eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor.
Das Bistum Trier reagierte umgehend auf den Vorfall und sperrte die betroffenen Bereiche des Domes. Ein Kammerjäger wurde beauftragt, die Insekten zu entfernen. Angaben zur genauen Dauer und dem Umfang der Bekämpfungsmaßnahmen liegen derzeit noch nicht vor.

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