Trier
Erfolgreiche Festnahmen und Durchsuchungsmaßnahmen zur Bekämpfung der schweren Betrugs- und Eigentumskriminalität in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein
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Monika Skolimowska/dpa

Die Kriminaldirektion Trier ermittelte sei Mitte März 2026 unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Trier gegen zunächst unbekannte Warenbetrüger.

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Diese hatten bei einem in der Region Trier ansässigen IT-Unternehmen eine hohe Stückzahl I-Phones und I-Pads bestellt, jedoch den fälligen Kaufpreis nicht entrichtet. Es stellte sich heraus, dass die Abnehmer der IT-Geräte unter Angabe von falschen Personalien ein Konstrukt von Scheinfirmen eingerichtet hatten und von Beginn an nicht die Absicht bestand, die erlangten Waren zu bezahlen. So entstand allein dem in der Region ansässigen Lieferanten der Ware ein Schaden in Höhe von fast einer halben Million Euro.

Nach intensiven Ermittlungen gelang es der Kriminaldirektion Trier zwei Tatverdächtige zu identifizieren, welche für die betrügerische Vorgehensweise verantwortlich zeichneten. Es handelt sich dabei um zwei deutsche Staatsangehörige, die in der Schweiz bzw. Liechtenstein wohnen. Im Rahmen eines international abgestimmten Einsatzes erfolgten am 16. Juni die Festnahmen der beiden Tatverdächtigen in Stuttgart und in Lochau (Österreich), aufgrund bestehender Haftbefehle. Beamte der Bundesländer Hamburg, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt sowie in der Schweiz und in Liechtenstein durchsuchten im Anschluss insgesamt 12 Wohn- und Gewerbeobjekte. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen konnte umfangreiches Beweismaterial sowie hohe Vermögenswerte zum Zwecke der Einziehung aufgespürt und gesichert werden. Dazu zählten unter anderem zwei Fahrzeuge, mehrere Luxusuhren, ein hoher fünfstelliger Bargeldbetrag, Gold- und Silberbarren sowie hochwertiger Wein. In einem Durchsuchungsobjekt konnte zudem eine Schusswaffe mit Munition aufgefunden werden, für die keine Erlaubnis bestand.

Der in Stuttgart festgenommene Tatverdächtige wurde dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Trier vorgeführt und befindet sich nun in Untersuchungshaft. Hinsichtlich des in Österreich festgenommenen Tatverdächtigen hat die Staatsanwaltschaft die Auslieferung nach Deutschland beantragt.

Manuel Kiy, Leiter der Kriminalinspektion Trier 2: "Die zeitgleichen Maßnahmen in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz waren das Ergebnis einer engen und vertrauensvollen internationalen Zusammenarbeit der beteiligten Behörden. Dank der sorgfältigen Vorbereitung und des hochprofessionellen Einsatzes von zahlreichen Einsatzkräften konnten zwei Tatverdächtige festgenommen und umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden. Dieser Einsatz zeigt, dass Kriminalität auch über Landesgrenzen hinweg konsequent verfolgt wird und dass grenzüberschreitende Kooperation ein entscheidender Schlüssel für den Ermittlungserfolg ist."

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