Trier
Betrugsmasche enttarnt - 91-jähriger Rentner rief selbst den Polizeinotruf 110 an
Symbolbild
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dpa

Aktuell versuchen Betrüger wieder vermehrt insbesondere ältere Menschen mit sogenannten Schockanrufen um ihr Erspartes zu bringen.

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Mit erfundenen Geschichten wie "Ihr Sohn oder Ihre Tochter hat bei einem Verkehrsunfall jemanden getötet, nun muss eine hohe Kaution hinterlegt werden..." setzen die Täter ihre Opfer gezielt unter emotionalen Druck.

Wie wichtig es ist, in einer solchen Situation besonnen zu handeln und Hilfe in Anspruch zu nehmen, zeigt der Fall des 91-jährigen Herrn M.:

Er erhielt am 17. Juli 2026 einen solchen Schockanruf - sein Sohn habe angeblich einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und befinde sich nun in Haft. Der 91-Jährige schilderte eindrucksvoll, dass ihn diese Nachricht völlig aus der Bahn geworfen hatte. In der großen Sorge um seinen Sohn, welcher sich zudem in einem anderen Bundesland aufhielt, konnte er zunächst keinen klaren Gedanken mehr fassen. Er stand völlig unter Schock. Zusammen mit seiner Ehefrau riefen sie in großer Sorge und in letzter Not selbst den Polizeinotruf 110 an, um den Vorfall prüfen zu lassen.

Ein Polizeibeamte der Führungs- und Lagezentrale in Trier nahm den Notruf entgegen. Er konnte den Rentner zunächst beruhigen und veranlasste umgehend eine Überprüfung über die zuständige Polizeidienststelle. Schnell stellte sich heraus: Der angebliche Unfall hatte nie stattgefunden. Erst der Rückruf des Polizeibeamten aus Trier mit dieser erlösenden Bestätigung ließ die Anspannung bei dem Rentner endgültig weichen und machte den Betrugsversuch als solchen eindeutig erkennbar.

Der 91-jährige erschien daraufhin am Mittwoch, den 23. Juli, persönlich auf der Dienststelle in Trier, um sich von Herzen für die besonnene und beruhigende Unterstützung des Polizeibeamten zu bedanken.

Dieser Fall soll verdeutlichen, wie wichtig es ist, sich in einer solchen Situation nicht zu scheuen, den Polizeinotruf 110 selbst zu wählen, um sich den Vorfall verifizieren zu lassen. Die Polizei hilft Ihnen dabei, die Angaben zu überprüfen und gibt Ihnen Sicherheit. Die Polizei nimmt Ihren sorgenvollen Anruf ernst. Niemand muss befürchten, den Notruf "unnötig" in Anspruch zu nehmen, wenn Sie glauben, dass Sie Opfer eines Schockanrufs oder einer ähnlichen Betrugsmasche geworden sind.

Das besonnene Handeln des 91- Jährigen ist ein vorbildliches Beispiel dafür, wie man sich in einer solchen Situation schützen kann und soll anderen älteren Mitmenschen Mut machen, im Zweifel ebenfalls ohne Zögern die 110 zu wählen.

Weitere Tipps der Polizei:

-Legen Sie auf! Das ist nicht unhöflich, sondern ermöglicht Ihnen,
durchzuatmen und sich neu zu sortieren

-Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen

-Beenden Sie das Gespräch! Rufen Sie den Notruf 110 an und
hinterfragen Sie die Geschichte!

-Übergeben Sie niemals Bargeld oder Schmuck an unbekannte Personen

-Sprechen Sie mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen über den
Anruf

-Vereinbaren Sie innerhalb der Familie oder mit weiteren
Angehörigen und Freunden ein persönliches Kennwort - möglicherweise
der Name des Haustiers oder ihr Wunschreiseziel - zur Identifizierung
am Telefon

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Trier
Kerstin Klein
Telefon: 0651 983 40022
E-Mail: pptrier.presse@polizei.rlp.de
www.polizei.rlp.de/pp.trier


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