Andernach
Gemeinsam üben, gemeinsam vorbereitet sein - Großübung von Polizei, Stadt, Feuerwehr, DRK und Jobcenter
v.l.n.r. PHK Marc Egner (Polizeiinspektion Andernach), Herr Christian Greiner (Oberbürgermeister der Stadt Andernach), Herr Chri
v.l.n.r. PHK Marc Egner (Polizeiinspektion Andernach), Herr Christian Greiner (Oberbürgermeister der Stadt Andernach), Herr Chri
Polizeidirektion Koblenz

Viele Einsatzkräfte, Martinshorn, Knallgeräusche und kurzzeitige Straßensperrungen: Was am 29. September 2026 im Bereich des Jobcenters in Andernach für Aufmerksamkeit sorgte, war Teil einer groß angelegten gemeinsamen Übung von Polizei, Stadt, Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz (DRK) und Jobcenter.

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Mit einem größeren Kräfteansatz trainierten die beteiligten Organisationen gemeinsam das Vorgehen bei einer komplexen Einsatzlage. Dabei ging es nicht nur um die jeweiligen Aufgaben der einzelnen Stellen, sondern vor allem um eines: Im Ernstfall müssen viele Beteiligte schnell, abgestimmt und verlässlich zusammenarbeiten.

Um genau das unter möglichst realistischen Bedingungen zu erproben, wurde die Übung bewusst umfangreich angelegt. Zahlreiche Einsatzkräfte und Einsatzfahrzeuge waren rund um den Übungsort unterwegs. Martinshorn und weitere Einsatzmittel kamen zum Einsatz, zudem waren im Verlauf der Übung Knallgeräusche wahrnehmbar.
Auch für den Straßenverkehr blieb die Übung nicht ganz ohne Auswirkungen. Einzelne Straßenabschnitte wurden zeitweise für kurze Zeit gesperrt. Die damit verbundenen Beeinträchtigungen wurden so gering wie möglich gehalten.

Die Stadt Andernach unterstützte die Vorbereitung und Durchführung der Übung organisatorisch mit verschiedenen Bereichen. Dazu gehörten unter anderem die kommunikative Vorbereitung und Ankündigung der Großübung über die städtischen Kanäle, die Unterstützung des Ordnungsamtes und des Baubetriebshofs bei notwendigen Straßensperrungen sowie die Abstimmung mit dem Kulturamt, da die Übung zeitgleich mit dem Michelsmarkt stattfand. Das Amt für Bevölkerungsschutz übernahm dabei die Schnittstellenfunktion zwischen Polizei und Stadtverwaltung und koordinierte die erforderlichen Abstimmungen.

"Eine Krisenlage kann man sich nicht aussuchen - und schon gar nicht, wann sie eintritt. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auch auf Situationen vorbereiten, die unter besonders herausfordernden Bedingungen entstehen können. Dass die Übung bewusst in den Zeitraum des Michelsmarktes gelegt wurde, macht sie für uns zu einer ganz besonderen Form der Vorbereitung. Denn wenn Einsatzkräfte und Verwaltung unter den Bedingungen eines laufenden Stadtfestes gemeinsam handeln müssen, wird deutlich, wie belastbar unsere Abläufe tatsächlich sind. Eine solche Übung ist damit eine wichtige und realitätsnahe Vorbereitung auf den Ernstfall. Dennoch hoffen wir, dass wir die dabei gewonnenen Erfahrungen niemals tatsächlich brauchen werden", sagt Oberbürgermeister Christian Greiner.

Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt. Sämtliche Maßnahmen und wahrnehmbaren Geräusche waren Bestandteil des geplanten Übungsablaufs.

"Wir sind sehr froh, heute gemeinsam mit Polizei und Rettungskräften unter möglichst realistischen Bedingungen üben zu können. Solche Situationen kann man auf dem Papier nur begrenzt vorbereiten - Sicherheit entsteht auch dadurch, dass Abläufe praktisch erprobt werden. Besonders freut mich, dass sich viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freiwillig an der Übung beteiligen. Das zeigt, wie groß das Interesse an dem Thema ist. Gleichzeitig ist uns wichtig: Wir hatten bislang glücklicherweise keinen vergleichbaren Vorfall im Jobcenter. Das hat aus meiner Sicht auch viel damit zu tun, wie unsere Beschäftigten den Menschen begegnen - respektvoll, professionell und auf Augenhöhe. Trotzdem müssen wir auf Situationen vorbereitet sein, von denen wir hoffen, dass sie niemals eintreten.", so Herr Christoph Kretschmer, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Mayen-Koblenz.

Entscheidend war, unter realitätsnahen Bedingungen Kommunikationswege, Entscheidungsprozesse und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen zu erproben.
"Wenn es wirklich darauf ankommt, müssen viele Zahnräder ineinandergreifen. Das funktioniert nur, wenn wir vorher gemeinsam trainieren. Eine solche Übung zeigt uns, was bereits gut funktioniert - und genauso wichtig: wo wir noch besser werden können. Unser gemeinsames Ziel ist klar: Wir wollen im Ernstfall schnell, professionell und abgestimmt für die Menschen handeln können.", sagt POR Martin Hoch, Leiter der Polizeiinspektion Andernach.

Nach Abschluss der praktischen Übung steht deshalb die gemeinsame Auswertung im Mittelpunkt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden genutzt, um Abläufe weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Stellen weiter zu stärken.
Denn Sicherheit entsteht nicht erst im Einsatz - sie beginnt mit guter Vorbereitung.

Die Polizei, Stadt Andernach, Feuerwehr, das DRK und Jobcenter bedanken sich bei allen Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Verkehrsteilnehmenden und Ladengeschäften für das Verständnis wegen der vorübergehenden Beeinträchtigungen.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Andernach
Telefon: 02632-921 0
Dienststellenleitung, POR Hoch


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