Die Maßnahmen werden konsequent fortgeführt.
Koblenz. Seit Mai 2026 gehen die Polizei Koblenz und der Kommunale Vollzugsdienst der Stadt Koblenz gemeinsam und mit verstärkter Präsenz gegen Straftaten und Ordnungsverstöße im öffentlichen Raum vor. Unterstützt werden sie dabei durch weitere Sicherheitsbehörden. Nach mehreren Monaten intensiver Kontrollen und gezielter Ermittlungen ziehen die Verantwortlichen nun eine erste Bilanz. Die bisherigen Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung des gemeinsamen Vorgehens.
Grundlage der Maßnahmen ist ein unter Federführung der Polizeiinspektion Koblenz 1 entwickeltes Einsatzkonzept. Im Rahmen einer Besonderen Aufbauorganisation (BAO) werden umfangreiche Kontrollmaßnahmen mit gezielten strafrechtlichen Ermittlungen verbunden. Ein eigens eingerichteter Ermittlungsabschnitt unter Federführung der Kriminaldirektion Koblenz verfolgt festgestellte Straftaten in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Koblenz.
Im Mittelpunkt steht ein gemeinsames Ziel: Straftaten im öffentlichen Raum konsequent bekämpfen, weitere Taten verhindern und das Sicherheitsgefühl der Menschen in Koblenz nachhaltig stärken.
Schwerpunkt auf bekannten Örtlichkeiten und auffälligen Personengruppen
Die Maßnahmen konzentrieren sich insbesondere auf das Löhrrondell, das Altlöhrtor, die Löhrstraße und Bereiche der Koblenzer Altstadt. Dort sind in der Vergangenheit wiederholt Gruppen Jugendlicher, Heranwachsender und junger Erwachsener durch Straftaten und Ordnungsverstöße aufgefallen. Diese Vorfälle beeinträchtigen nicht nur die öffentliche Sicherheit, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Menschen, die sich in der Innenstadt aufhalten.
Bei den auffälligen Personen handelt es sich überwiegend um Jugendliche und junge Erwachsene aus Koblenz und dem näheren Umfeld. Darunter befinden sich sowohl deutsche Staatsangehörige als auch Personen mit Migrationshintergrund.
Die Sicherheitsbehörden setzen deshalb auf eine Kombination aus sichtbarer Präsenz, konsequenten Kontrollen und täterorientierter Ermittlungsarbeit. Ziel ist es, Straftaten frühzeitig zu erkennen, Verantwortliche zu identifizieren und weitere Taten zu verhindern.
Mehr als 1.000 Personenkontrollen und über 150 Strafverfahren
Seit Mai wurden insgesamt 25 Kontrollmaßnahmen durchgeführt. Dabei waren teilweise mehr als 150 Einsatzkräfte von Polizei, Stadt Koblenz und Hauptzollamt beteiligt.
Im Rahmen der Einsätze erfolgten weit über 1.000 Personenkontrollen. Neben der Feststellung der Identität umfassten die Maßnahmen unter anderem die Durchsuchung nach gefährlichen oder verbotenen Gegenständen sowie, soweit erforderlich, die Überprüfung des aufenthaltsrechtlichen Status. Festgestellte Straftaten wurden konsequent verfolgt. Einzelne Personen wurden dabei an unterschiedlichen Tagen und Örtlichkeiten mehrfach kontrolliert.
Im gesamten Zeitraum wurden mehr als 150 Strafverfahren eingeleitet. Dabei handelt es sich überwiegend um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzungs- und Eigentumsdelikte sowie Verstöße gegen das Waffengesetz.
Exemplarisch stehen hierfür die Kontrollmaßnahmen vom 6. Mai 2026, bei denen rund 120 Personen kontrolliert wurden, sowie die umfangreiche Kontrolle vom 25. September 2026, bei der etwa 300 Personen kontrolliert und 15 Strafverfahren eingeleitet wurden.
Die Bilanz verdeutlicht, dass die Sicherheitsbehörden nicht nur durch Präsenz im öffentlichen Raum wirken, sondern festgestellte Verstöße auch konsequent strafrechtlich verfolgen.
Acht Haftbefehle als Ergebnis gezielter Ermittlungen
Neben den sichtbaren Kontrollmaßnahmen bildet die gezielte Ermittlungsarbeit einen weiteren Schwerpunkt des Einsatzkonzepts.
Auf Grundlage teils umfangreicher Ermittlungen konnten bislang gegen acht Heranwachsende und junge Erwachsene Haftbefehle erwirkt und vollstreckt werden. Ihnen werden unter anderem schwerer Raub, gefährliche Körperverletzung sowie der Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen. Ergänzend wurden gegen zwölf Personen, teilweise längerfristige, Aufenthaltsverbote für bestimmte Bereiche des Stadtgebiets ausgesprochen. Weitere 18 Personen mussten im Verlauf der Maßnahmen zumindest vorübergehend in Gewahrsam genommen werden. Gründe hierfür waren beispielsweise die Missachtung von Platzverweisen oder die Behinderung polizeilicher Maßnahmen.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Verbindung aus intensiven Kontrollen und gezielten Ermittlungen ein wesentlicher Bestandteil der gemeinsamen Sicherheitsstrategie ist. Dabei richtet sich das Vorgehen insbesondere gegen Personen, die wiederholt durch Straftaten auffallen.
Behördenübergreifende Zusammenarbeit als wichtiger Erfolgsfaktor
Die Bekämpfung von Straftaten im öffentlichen Raum ist eine gemeinsame Aufgabe. Polizei, Stadt Koblenz, Staatsanwaltschaft und Hauptzollamt arbeiten deshalb eng und abgestimmt zusammen. Jede Behörde bringt dabei ihre jeweiligen Zuständigkeiten und Handlungsmöglichkeiten ein.
So führte das Hauptzollamt Koblenz parallel zu den polizeilichen Maßnahmen und in enger Abstimmung mit der Polizeiinspektion Koblenz 1 eigene Kontrollen durch. Im Fokus standen insbesondere Kioske, Tabakläden und Shisha-Bars. Dabei wurden unter anderem sozialversicherungs- und steuerrechtliche Verstöße festgestellt.
Das abgestimmte Vorgehen ermöglicht es, unterschiedliche Rechtsverstöße umfassend in den Blick zu nehmen und die bestehenden Handlungsmöglichkeiten der beteiligten Behörden wirksam miteinander zu verbinden.
Verantwortliche sehen gemeinsamen Kurs bestätigt
Polizeipräsident Jürgen Süs zeigt sich zuversichtlich, dass die Maßnahmen eine langfristige und nachhaltige Wirkung entfalten werden:
"Die polizeiliche Erfahrung zeigt, dass die Strategie der vielen Nadelstiche mittel- und langfristig ihre Wirkung zeigt. Ich bin zuversichtlich, dass uns das im Schulterschluss mit der Stadt, der Staatsanwaltschaft und dem Hauptzollamt Koblenz auch gelingen wird."
Auch die Bürgermeisterin der Stadt Koblenz, Dr. Dagmar Kranz, unterstreicht die Bedeutung des gemeinsamen Handelns:
"Mit den durchgeführten Kontrollmaßnahmen setzen wir gemeinsam ein klares und entschlossenes Zeichen. Wir schauen nicht weg, sondern handeln konsequent. Unser Ziel ist es, Straftaten und Ordnungsverstößen vorzubeugen und diese konsequent zu verfolgen, um damit das Sicherheitsgefühl der Menschen in Koblenz nachhaltig zu stärken. Und auch ich bin sicher, dass uns das mit dem eingeschlagenen Weg gelingen wird."
Kontrollen und sichtbare Präsenz werden fortgesetzt
Für die kommenden Wochen kündigen die beteiligten Behörden weitere intensive Kontrollen und eine starke, sichtbare Präsenz im Stadtgebiet an. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei auch dem bevorstehenden Koblenzer Weihnachtsmarkt.
Die bisherigen Maßnahmen sind damit kein einmaliger Einsatz, sondern Teil einer längerfristig angelegten Sicherheitsstrategie. Polizei, Stadt und weitere beteiligte Behörden werden die Entwicklung im öffentlichen Raum weiterhin aufmerksam beobachten und ihre Maßnahmen daran ausrichten.
Das gemeinsame Ziel bleibt unverändert: Straftaten verhindern, konsequent gegen Verantwortliche vorgehen und dafür sorgen, dass sich die Menschen in Koblenz sicher fühlen können.
Auch der Leiter der Polizeiinspektion Koblenz 1, Steffen Göbel, sieht den eingeschlagenen Weg durch die bisherigen Ergebnisse bestätigt:
"Ich bin überzeugt, dass wir mit unserem gemeinsamen Vorgehen den richtigen Weg eingeschlagen haben. Alle beteiligten Behörden ziehen an einem Strang und nutzen ihre jeweiligen Möglichkeiten, um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu stärken. Die bisherigen Entwicklungen zeigen, dass sich die Verbindung aus intensiven Kontrollmaßnahmen und gezielten, täterorientierten Ermittlungen auszahlt. Entscheidend ist, dass wir diesen Weg gemeinsam, konsequent und mit der notwendigen Ausdauer fortsetzen. Die Menschen in Koblenz können sich darauf verlassen, dass wir die Situation weiterhin fest im Blick haben und dort handeln, wo es erforderlich ist."
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Gemeinsam für mehr Sicherheit in Koblenz: Stadt und Polizei ziehen erste Bilanz intensiver Kontroll- und Ermittlungsmaßnahmen

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