Archivierter Artikel vom 08.12.2011, 14:15 Uhr
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Koblenz

Teil 20: Ein neues Zentrum für den alten Kurstaat

Zwangen den Kurfürsten Johann Hugo von Orsbeck (1676–1711) wegen der Dauerbedrohung durch Frankreich zunächst militärische Gründe, den beschleunigten Wiederaufbau von Koblenz zu fordern, so war es später vor allem der Wunsch, möglichst schnell ein repräsentatives Stadtbild zu erhalten. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Nach der erfolgreichen Abwehr der Franzosen hatte sich der Schwerpunkt des Erzstiftes endgültig an den Rhein verlagert – auch wenn der Status von Trier als Landeshauptstadt nicht gefährdet war. Die Verschiebung war bereits mit der Erbauung der Philippsburg in Ehrenbreitstein nach Plänen des Architekten Georg Ridinger von 1623 bis 1629 als Residenz des Kurfürsten Philipp Christoph von Sötern eingeleitet worden.

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