Archivierter Artikel vom 28.08.2019, 19:44 Uhr

Kommentar: Eine große Herausforderung – aber sie lohnt sich

Bittere Wahrheiten kommen manchmal sehr überraschend. Besonders blöd ist es, wenn man sie hört, wenn man sich gerade zwei Stücke Kuchen beim Geburtstag eines Kollegen auf den Teller gelegt hat. „Sie haben aber zugenommen“, sagte mein Chef da plötzlich. Wenig charmant war mein erster Gedanke, der zweite war: Dem zeige ich es. Und überhaupt, wenn auffällt, dass ich zugenommen habe, muss ich vorher durch meine Schlankheit beeindruckt haben. Positiv denken und optimistisch bleiben, das liest man ja immer wieder, ist der erste Schritt zu weniger Kilos.

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RZ-Redakteur Christian Kunst kommentiert.
RZ-Redakteur Christian Kunst kommentiert.
Foto: Jens Weber

Christian Kunst zu den richtigen Strategien beim Abnehmen

Und das Beste ist, dass ich mittlerweile eine gute Methode entdeckt habe, um es den Spöttern meiner zu vielen Pfunde mal so richtig zu zeigen. Intervallfasten mag unter Forschern noch immer umstritten sein. Wer jedoch wie ich schon den beschwerlichen Weg gegangen ist und innerhalb von etwas mehr als einem Jahr zeitweise bis zu 15 Kilo abgenommen hat, für den ist das zeitweise Fasten der goldene Weg zum Gewichthalten. Ein bis zwei Kilo, die sich nach drei kulinarisch reichhaltigen und üppigen Wochen an Nord- und Ostsee angesammelt haben, lassen sich so relativ leicht abbauen.

Während des Urlaubs erfuhr ich, dass diese Methode auch gut für den Körper ist. Mein Vermieter an der Ostsee, ein früher ziemlich stattlicher Fischer, verzichtet seit einiger Zeit regelmäßig auf das Frühstück und hat sich so zu mittlerweile ganz passablen Blutwerten gefastet, hörte ich von seiner Frau. Allein, mein Körper hat am ersten Tag der Umstellung ziemlich gestreikt. Als ich nach den ersten zehn Stunden ohne Essen ins Bett ging, dachte ich sehnsüchtig an die zwei Stücke Kuchen vom Vortag. Doch ich schaffte auch die nächsten acht Stunden bis zum Frühstück. Dem zeige ich es.