Archivierter Artikel vom 13.06.2011, 00:28 Uhr
Mainz

Hüftschwung statt Luftsprung: Marla Glen auf dem Ohr

Marla Glen hat dem Open Ohr den Blues beigebracht. Ihre charakteristische Reibeisenstimme setzte einen wunderbaren musikalischen Schlusspunkt am Sonntagabend.

Marla Glen war der Topact am Sonntagabend auf dem Open Ohr in Mainz. Und den Titel Topact trug die Sängerin zurecht. Hier viele Bilder von einem gelungenen Konzert.

Michael Bellaire

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Das Festival ist an seine Grenzen gestoßen. Zwischen 10.000 und 11.000 Menschen waren laut Kurt Merkator da. Mehr geht nicht, das Gelände ist einfach zu klein, die Infrastruktur müsste ausgebaut werden. Zu viel Publikumszuspruch? „Das ist natürlich irgendwie ein Luxusproblem“, sagt der Dezernent. Aber Luxusprobleme hat man ja auch mal ganz gerne...

Michael Bellaire

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Das Ohr ist ein Generationenfestival: Selbst in der ersten Reihe treffen noch Minis mit Ohrenschützern auf ergraute Herren.

Michael Bellaire

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Marla Glen – die Frau hat nicht nur eine Krawatte, sondern auch einen Anzug und einen Hut. Und eine Bombenstimme, tief und knarzig. „Wer ist denn da Mann und wer Frau?“, fragte ein Besucher, der sich mehr im Hintergrund der Hauptwiese hielt. Tja, auf die Entfernung konnte man schon mal ins Rätseln kommen, vor allem weil der Backgroundsänger auch noch einen schwarzen Rock und einen tiefen Ausschnitt trug. Gendergrenzen? Drauf gepfiffen!

Michael Bellaire

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Mainz – Marla Glen durchbrach als Hauptact am Sonntagabend auf der Open-Ohr-Bühne alle Gendergrenzen.

Sie selbst trat dem Publikum im eleganten Anzug, mit lila Hut und passender Krawatte entgegen. Ihr Backgroundsänger trug einen schwarzen Rock und einen tiefen Ausschnitt. Dazu kommt ihre charakteristische Reibeisenstimme, der nicht mal das Organ von Samstags-Topact Dendemann das Wasser reichen kann,.

Beeindruckend war das vor allem in Kombination mit der so traditionellen und von Männern dominierten Musik zwischen Souljazz und Blues. Die sorgte im Publikum eher für entspannte Hüftschwünge statt wilder Luftsprünge. Hier zeigte sich, wie schon beim Konzert von Gisbert zu Knyphausen, die Tendenz zu leisen Tönen auf dem Ohr. esz