Archivierter Artikel vom 01.05.2015, 19:42 Uhr

Christian Lindner war beim Entstehen der Burgenblogger-Idee dabei

Es war im Sommer 2014 – auf Schloss Stolzenfels, dem etwas aus dem Blick geratenen „Neuschwanstein des Mittelrheins“. Querdenker diverser Disziplinen debattierten dort einen Tag über Lage und Zukunft des ebenso gepriesenen wie geschundenen Mittelrheintales.

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Chefredakteur Christian Lindner
Chefredakteur Christian Lindner

Auch Redakteure dieser Zeitung waren dabei – nicht als Beobachter, sondern als Akteure. Schließlich leben und arbeiten auch wir hier. Auch wir lieben diese Landschaft, auch wir fahren fasziniert durch dieses Tal und kehren in seinen heimeligen Orten gern ein. Auch wir aber leiden mit den Mittelrheinern unter dem krank machenden Terror des Bahnlärms, auch wir sehen mit Sorge, dass das Tal auszubluten droht.

Was tun? Nur konstatieren, lamentieren, warnen? Allen Mitdenkern an diesem heißen Tag hoch über dem Rhein war das zu wenig. Und es gelang, den Fluch des Unverbindlichen („Man sollte mal …“) und des Ideen-Meuchelns („Das wird nie klappen“) fernzuhalten. Stattdessen wurde Ungewöhnliches gedacht und gleich auf den Weg gebracht, so diese Idee: Wie wäre es, wenn wir einen Blogger einladen, ein halbes Jahr auf einer Burg am Mittelrhein zu leben und völlig frei im Internet über Pracht und Probleme des Tales zu publizieren?

So entstand das Burgenblogger-Projekt. Ein Experiment, das schon im Vorfeld für viel Aufsehen gesorgt hat. Endlich geht‘s nun los. Wir sind sehr gespannt, wie Burgenbloggerin Jessica Schober uns hier so sieht, wie sie das Rheintal erkundet und erlebt, wie sie uns den Spiegel vorhält.

Willkommen am Mittelrhein, Jessica. Wir lesen uns!