Burgenblogger: Fünf Frauen und fünf Männer haben noch Chancen

Koblenz/Burg Sooneck – Da waren es nur noch zehn: Fünf Frauen und fünf Männer haben noch die Chance, Burgenblogger am Mittelrhein auf der Sooneck zu werden. Die Jury hat am Dienstag die Auswahl der Kandidaten getroffen, die am 3. November zum Kennenlernen auf die Sooneck eingeladen werden.

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Wo geht's zum Burgenblogger? In der Festung ging es einen entscheidenden Schritt weiter, zehn Kandidaten sind jetzt in der Endauswahl. Foto: Marcus Schwarze
Wo geht's zum Burgenblogger? In der Festung ging es einen entscheidenden Schritt weiter, zehn Kandidaten sind jetzt in der Endauswahl.
Foto: Marcus Schwarze

Der Raum in der Festung Ehrenbreitstein, in dem die letzte Vorentscheidung fiel, war einstmals ein Pulvermagazin. Für den Termin hier hatten sich die Juroren munitioniert mit vielen Infos aus Anschreiben, aus Blogs, aus Suchen im Netz: Es ging um die Wahl von zehn Bewerbern aus 50, die alle das Zeug haben könnten für die einzigartige Aufgabe. Die zehn können noch Burgenblogger werden, der beobachtet, festhält, beschreibt und den Blick auf Wunderbares, Wundersames und Wunden des Tales lenkt und damit vielleicht auch neue Anstöße liefert. Und der für ein halbes Jahr ab Mai 2015 zwei Zimmer mit 35 Quadratmetern im obersten Stockwerk des Südturm der Sooneck bewohnen wird.

Alle 50 Namen aus der Vorauswahl von ursprünglich 743 wurden durchgesprochen, manche mehrfach. Allesamt waren sie für RZ-Chefredakteur Christian Lindner Beleg, "wie viel Kreativität und Energie schon in das Projekt geflossen sind". Nach Möglichkeit sollen viele der ausgeschiedenen Bewerber auch noch eingebunden werden in Projekte am Mittelrhein, wenn sie das wollen. "Das sind wir den Bewerbern schuldig." Einige haben sich auch bereits vernetzt, es gab schon ein selbst organisiertes Treffen.

Bei einigen Namen auf der Liste waren sich sofort alle Juroren einig: "Den wollen wir sehen." Bei anderen mussten Jurymitglieder kämpfen, um dann damit doch zu überzeugen. In der Jury saßen Vertreter der drei Partner, die die Stelle ausgeschrieben haben: Generaldirektor Thomas Metz von der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Burgverwalter Klaus Collerius, Rainer Zeimentz als Vorstand der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz sowie von der Rhein-Zeitung Chefredakteur Christian Lindner, Digitalchef Marcus Schwarze und Social-Media-Redakteur Lars Wienand.

Die Köpfe hinter der Burgenblogger-Idee (von rechts): Rainer Zeimentz, Vorstand Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, RZ-Chefredakteur Christian Lindner, Generaldirektor Thomas Metz und der Burgherr, Verwalter Klaus Collerius. Foto: Lars Wienand
Die Köpfe hinter der Burgenblogger-Idee (von rechts): Rainer Zeimentz, Vorstand Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, RZ-Chefredakteur Christian Lindner, Generaldirektor Thomas Metz und der Burgherr, Verwalter Klaus Collerius.
Foto: Lars Wienand

Die zehn Frauen und Männer sind benachrichtigt, ihre Namen nennen wir an dieser Stelle noch nicht: Einige werden umgehend darüber twittern und bloggen, andere hatten sich aber auch nicht öffentlich beworben und müssen noch ihr Einverständnis geben, ihre Namen zu nennen.

Eingangs des Treffens hatte die Jury noch einmal die Kriterien durchgesprochen: Der Burgenblogger soll sich des Themas so bewusst sein wie seiner selbst. Bei den letzten zehn achtete die Jury besonders darauf, dass sie sich auch intensiv mit der kommenden Aufgabe befasst haben. Deshalb blieben zuletzt auch prominente Namen auf der Strecke, und ein Bewerber rutschte noch unter die Endauswahl, der eigentlich bereits eine Absage erhalten hatte.

Die Jury saß in der "Ungarnkapelle" in der Festung Ehrenbreitstein zusammen. Foto: Marcus Schwarze
Die Jury saß in der "Ungarnkapelle" in der Festung Ehrenbreitstein zusammen.
Foto: Marcus Schwarze

Aufgeschlossen gegenüber Menschen soll der Burgenblogger sein, aber kein bloßer Lautsprecher, er soll mit Feedback umgehen und zu Feedback im Netz anregen können. Wer dort gar keine Erfahrungen vorweisen konnte, schaffte es auch nicht unter die letzten zehn. Zu den Kriterien gehört auch, etwas Lebenserfahrung mitzubringen – eine 20-jährige Studentin schied deshalb in der letzten Runde aus. Und natürlich soll sich der Burgenblogger auch so treffend wie fesselnd ausdrücken können. Am 3. November bekommen die zehn die Gelegenheit, auch persönlich zu überzeugen – mit ihren Unterlagen haben sie das bereits geschafft. (law)