Evangelos Meimarakis: Der freundliche Konservative
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Wer ihn nicht kennt, könnte ihn für einen netten Nachbarn von nebenan halten. Evangelos Meimarakis (61), der Chef der konservativen Nea Dimokratia, wirkt freundlich, gelassen und direkt. Große Sorgen scheint er nicht zu kennen. Meimarakis war stets ein treuer Parteisoldat. Auf der großen politischen Bühne sammelte er Erfahrung als Minister und Parlamentspräsident. Als im Juli der frühere Parteichef Antonis Samaras ihn zu seinem vorläufigen Nachfolger ernannte, übernahm er klaglos das Steuer bei den angeschlagenen Konservativen.
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Und er macht es gut. Es gelang ihm, fast so populär zu werden wie sein zwei Jahrzehnte jüngerer Gegner Alexis Tsipras (41).
Großes Charisma versprüht Meimarakis nicht. Sein Vorteil ist: Er spricht wie ein einfacher Mann. Und er pflegt das. Seine Freunde nennen ihn wegen seiner schwerfälligen Stimme und seiner Gelassenheit „Vangélis“.