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„Wir behandeln Menschen, nicht nur Krankheiten – und das so individuell wie möglich.“

Prof. Dr. Andreas Kurth ist Spezialist für Knochenerkrankungen und GelenkoperationenDie modernen chirurgischen Verfahren, zum Beispiel um Hüft- und Kniegelenke durch Kunstgelenke zu ersetzen, sind eine bahnbrechende Entwicklung der modernen Medizin. Die Materialien sind im Laufe der Zeit immer besser geworden. Dennoch: Das A und O der optimalen Behandlung sind das Team und der Operateur.

Lesezeit: 4 Minuten

Sie versorgen den Patienten und eben nicht nur die Krankheit. „Für eine solche Medizin stehe ich mit meinem Team“, sagt Prof. Dr. Andreas Kurth, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Hand-, Wiederherstellungschirurgie im Kemperhof. Es ist die moderne interdisziplinäre Medizin des Bewegungsapparates, die dem weit über die Bundesgrenzen hinaus bekannten Arzt am Herzen liegt.

Foto: Gemeinschaftklinikum Mittelrhein

Und so setzt der gebürtige Limburger auf möglichst individuelle Behandlungen und maßgeschneiderte Prothesen. Und das sowohl bei der Wiederherstellung von durch Tumore und Arthrose zerstörter Gelenke und Knochen als auch beim Wechsel von Kunstgelenken. Er hat bei mehr als 250 Patienten individuelle Endoprothesen des Hüft- und Kniegelenks eingesetzt sowie knöcherne Defekte des Beckens rekonstruiert. Beim Deutschen Endoprothesen-Kongress in Berlin stellte er eine Langzeituntersuchung solcher Patienten nach 17 Jahren vor. Fazit: „Die Versorgung von Patienten mit ausgeprägten Gelenkveränderungen mit einem individuell angepassten Implantat der Hüfte, auch nach dieser langen Standzeit, hat sehr gute Ergebnisse erbracht.“

„Medizinisch bietet der Kemperhof bereits heute die ideale Voraussetzung für eine moderne interdisziplinäre Medizin des Bewegungsapparats“, sagt Kurth. „Die Therapie von Knochentumoren und Knochenmetastasen setzt eine enge Zusammenarbeit mit der Onkologie, der Strahlentherapie, der Gynäkologie und Urologie, Chirurgie und Radiologie voraus. Weiterhin ist eine gute Kinderorthopädie ohne eine gut aufgestellte Kinderklinik und pädiatrische Kompetenz nicht mehr möglich. Dank der Kompetenz des Teams hier können wir bereits die Jüngsten bestens versorgen, etwa bei angeborenen Fehlbildungen, versorgen.“

In seiner kurzen Zeit als Chefarzt im Kemperhof haben bereits vier Patienten ein individuelles Implantat benötigt: Drei Patienten mit ausgeprägter Dysplasie, die in jungen Jahren zu einer Arthrose des Hüftgelenkes geführt haben und einer mit einer posttraumatischen Fehlstellung des Kniegelenks, bei der ein individuelles Kniegelenk geplant, gefertigt und erfolgreich implantiert wurde. Bereits auf der Warteliste steht eine junge Patientin mit einem großen knöchernen Defekt des Beckens – nach Ausbau einer gelockerten Prothese. „Jeder Patient ist einzigartig und das muss man auch in der Versorgung mit Endoprothesen des Hüft- und Kniegelenks berücksichtigen“, so der Knochenspezialist, der an den beiden Koblenzer Standorten Kemperhof und Ev. Stift St. Martin operiert.

Zum Abschluss zwei Fragen an Prof. Kurth:

Wie lange halten Endoprothesen in der Regel?

Zurzeit beträgt die durchschnittliche Lebensdauer einer Prothese sicher 15 bis 20 Jahre. Aufgrund moderner Technologien und modernster Materialien hat sich die Standzeit von Kunstgelenken deutlich verbessert. Aber: In unserer Gesellschaft werden die Menschen immer älter – gleichzeitig werden Träger von Kunstgelenken immer jünger, da künstliche Gelenke früher implantiert werden. Dies hat zur Folge, dass es häufiger zu einem Wechsel der Prothesen kommt.

Mit welchen Komplikationen muss ein Patient bei dem Wechsel einer Prothese rechnen?

Gefäßschäden treten laut Fachliteratur bei bis zu 3 Prozent der Behandlungen auf, Nervenschädigungen werden in 2 und 8 Prozent aller Fälle beschrieben. Aber auch Frakturen, also Brüche, sind bei diesen komplexen Operationen immer möglich. Während diese bei der Erstimplantation eine ausgesprochene Seltenheit darstellen, können poröse Knochen während des Prothesenwechels brechen. Speziell, wenn es sich dabei um einzementierte Prothesen handelt. Um dies zu vermeiden, benutzen wir spezielle Techniken: Statt den Knochen von oben vom Zementmantel zu befreien, eröffnen wir den Knochen längsseitig und haben damit einen sehr viel sichereren Zugang durch das Abheben des Knochendeckels vom Zement. Der Zement kann so sicher entfernt werden. Anschließend setzen wir den Knochen wieder zusammen und stabilisieren ihn mit Metallimplantaten. Durch die körpereigene Heilungspotenz wachsen dann beide Teile des Knochens wieder schnell zusammen. Ein Wechseleingriff bei einer fehlgeschlagenen Prothese kann jederzeit intraoperativ eine neue Situation hervorrufen, auf die wir mit einer jeweils individuellen Lösung reagieren müssen. Dafür werden viel Erfahrung des Operateurs und eine breite Palette von Implantaten und Instrumenten vorausgesetzt.

Patienten und Interessierte können den Chefarzt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Patienten fragen – GK-Mittelrhein antwortet“ kennenlernen. An folgenden Terminen spricht Prof. Dr. Andreas Kurth jeweils um 18 Uhr im Konferenzzentrum des Kemperhofs und geht im Anschluss gerne auf individuelle Fragen ein:

20. August: „Moderne Endoprothetik, Computer, Roboter, 3-D Drucker & Co.“

8. Oktober: „Brustkrebs und Knochen: Was hat das miteinander zu tun?“

29. Oktober: „Orthopädie und Unfallchirurgie im Spiegel der Zeit: Kinderlähmung und mehr“

3. Dezember: „Die Wetterecke unseres Skeletts – das Kreuz-Darmbein-Gelenk“

Das Leistungsspektrum der Klinik im Kemperhof:

› Spezielle orthopädische Chirurgie

› Endoprothetik

› Spezial- und Wechselendoprothetik

› Kinderorthopädie und Wiederherstellung bei angeborenen Fehlbildungen

› Wirbelsäulenchirurgie

› Tumororthopädie

› Rheumatologie

› Osteologie (Behandlung von Knochenerkrankungen)

› Unfallchirurgie und Sporttraumatologie

Kontakt:

Orthopädie & Unfallchirurgie, Hand-, Wiederherstellungschirurgie im Kemperhof

Koblenzer Straße 115-155

56073 Koblenz

Chefarztsekretariat

Telefon: 0261 499-2236

Mehr über den Maximalversorger erfahren Sie unter: www.gk.de