Lebensmittelkontrolle Neuwied
Im Dauereinsatz gegen Dreck und Schimmel
Benedikt Reuschenbach kontrollierte im Sommer 2019 probeweise auch die eingeschweißten Produkte des Fleischerfachgeschäftes Maxe
Benedikt Reuschenbach kontrollierte im Sommer 2019 probeweise auch die eingeschweißten Produkte des Fleischerfachgeschäftes Maxein in Neuwied.
Lars Tenorth

Nicht nur Artikel über berührende persönliche Geschichten oder hochbrisante kommunalpolitische Entscheidungen: Auch die Berichte über Themen, bei denen Journalisten hinter Kulissen schauen, erfahren Interesse – so auch die Lebensmittelkontrolle.

Lesezeit 2 Minuten

Kurz nach meinem Start bei der Rhein-Zeitung als Lokalredakteur im Kreis Neuwied kamen nach ersten Recherchen diverse Themen in meinen Sinn. Eines davon war die Lebensmittelkontrolle. Dies war auch Gesprächsthema mit einer ehemaligen Kollegin, die es häufiger umsetzen wollte, aber jeweils bei der Terminfindung gescheitert war. Das war auch meine Erfahrung: Terminlich aufgrund der kurzfristigen Lebensmittelkontrollbesuche zusammenzukommen, war nicht so einfach. Aber schließlich nach einem regen Austausch gelang es doch noch. Es war Zeit, hinter die Kulisse einer Lebensmittelkontrolle zu schauen.

Es war ein aufschlussreicher Termin, der zeigte, wie Lebensmittelkontrolleure des Kreises Neuwied für die Sicherheit der Verbraucher sorgen. In guter Erinnerung habe ich immer noch, wie sich damals, im Sommer 2019, der Lebensmittelkontrolleur Jakob Reufels im Fleischkühlhaus der Metzgerei Maxein Schritt für Schritt voran tastete. Er inspizierte jede Ecke mit akribischem Blick, aber auch sein Geruchssinn war beim Betreten des Kühlhauses direkt im Einsatz: „Hier riecht es frisch, das ist ein gutes Zeichen“, sagte er damals. Sobald in einem Kühlhaus zu viel Feuchtigkeit herrscht, nehme er einen muffigen Gestank wahr.

Lars Tenorth
Lars Tenorth
Lars Tenorth

Er und sein Kollege Benedikt Reuschenbach kontrollierten in Schutzmontur, ob die Hygienevorschriften eingehalten werden. Aber es ging bei der Kontrolle nicht nur um die Hygiene, sondern auch um die bauliche Substanz, wo sich etwa Schimmel bilden könnte – etwa eine lose Fußleiste, wo sich dahinter Feuchtigkeit ansammeln und daraus Schimmel resultieren könnte. Damals wurden beim Betrieb aber nur kleine Mängel beanstandet, die behoben werden mussten. Die Fachleute kamen zu dem Urteil, dass es ein Betrieb ist, der sehr viel Wert auf Sauberkeit legt. Im Zuge der Kontrolle klärten die Experten auch über Verbrauchs- und Mindesthaltbarkeitsdatum auf und die Dokumentation der Befunde. Ein Termin, der einen bleibenden Eindruck von der Lebensmittelkontrolle hinterließ.

Der Autor

Lars Tenorth, Jahrgang 1990, ist seit Februar 2019 Lokalredakteur bei der Rhein-Zeitung. Bis Ende 2025 war er für die redaktionelle Betreuung der Verbandsgemeinden Puderbach und Dierdorf zuständig, seit Januar 2026 ist er im Kreis Ahrweiler unterwegs und berichtet vor allem über Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Gemeinde Grafschaft. Das Handwerk für den Beruf hat er zunächst im Bachelorstudium Technikjournalismus/PR an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin erlernt und dann von Anfang 2017 bis Ende 2018 insbesondere durch sein anschließendes Volontariat bei der „Neuen Rhein/Ruhr Zeitung“ (NRZ) in Essen vertieft. Kommunalpolitik, Umweltthemen, persönliche Geschichten oder auch Kulturveranstaltungen: Schon immer mag er es, sich in vielschichtige Themen einzuarbeiten und diese aus diversen Perspektiven für die Leserinnen und Leser informativ aufzuarbeiten.

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