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Zwei weitere Jahre Subkultur auf Layenhof?

Mainz - Als Luxusdomizil kann man die Räumlichkeiten der Band "Meat the machine" auf dem Airfield zwischen Finthen und Wackernheim sicher nicht bezeichnen.

Boris Keeding (links) und Jochen Herzog von "Meat the machine" sind zwei von vielen Kreativen, die die alten Gebäude auf dem Layenhof als Kreativ-Heimstätte zu schätzen wissen. Durch den Masterplan der GVG sehen sie die weitere Existenz der Kulturfabrik Airfield gefährdet.
Privat

50 Quadratmeter nackter Beton, keine Heizung und auf dem Gang eine funktionierende private und vier kaputte öffentliche Toiletten: Boris Keeding, Sänger der Rock-Formation, ist trotzdem schon seit 2002 Mieter im Gebäude 5807. Und froh darüber, überhaupt Platz für einen Proberaum und ein kleines angeschlossenes Tonstudio gefunden zu haben.

Keeding und seine Bandkollegen haben die Räumlichkeiten für ihre Bedürfnisse hergerichtet, Möbel, Wärme- und Schallschutz und Teppichboden organisiert und zahlen jeden Monat für ihren kreativen Freiraum 240 Euro Miete. "Wir haben schon Ende November von einem Informanten gesteckt bekommen, dass das Gebäude hier angeblich abgerissen werden soll und wir uns besser mal auf die Suche nach Alternativen machen", sagt Keeding.

Die 5807 ist nur eins von vielen ehemaligen Army-Gebäuden auf dem Layenhof, die nach dem Masterplan der Grundstücksverwaltungsgesellschaft GVG entweder "zum Abriss vorgesehen" sind oder bei denen der Abriss beschlossene Sache ist. Im speziellen Fall der 5807, die etliche Proberäume beherbergt, soll der Entscheidung laut Masterplan noch eine Statikprüfung vorangehen.

Denn das Gebäude verfügt wohl über zum Teil gravierende bauliche Mängel. Markus Fuchs, Vorsitzender des Vereins Kulturfabrik Airfield, hat den Vermieter GVG bereits 2007 im Rahmen einer Begehung erstmalig darauf aufmerksam gemacht, dass Wasser ins Fundament laufen würde. Erst nach einer zweiten Begehung, zwei Jahre später, wurden immerhin Büsche an der Hauswand entfernt. Weitere "Instandhaltungsmaßnahmen" gab es aber bisher nicht. "Es wird schon seit Jahren einfach nichts mehr in die Gebäude investiert, obwohl wir Miete zahlen. Sollen die Gebäude absichtlich verkommen, damit sie abgerissen werden können", fragt sich Fuchs.

Sybille Vogt, Bürgermeisterin von Wackernheim, sieht die Situation differenziert: "Nur die Gebäude, die absolut nicht mehr erhalten werden können, sollen zum Abriss freigegeben werden." Die Gemeinde Wackernheim, deren Gemarkung sich über gut ein Drittel des Areals erstreckt, bildet zusammen mit der Stadt Mainz den "Zweckverband Layenhof/ Münchwald". Mainz ist Eigentümerin von zwei Dritteln der Fläche.

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Leserkommentare (3)

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von Blotablota vom 07.12 - 16:30 Uhr
Meiner Meinung nach sollte Herr Ringhoffer statt zu dementieren, aktiv seine Bereitschaft dazu erklären, mit den kulturschaffenden Mietzahlern ...
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von Drummer vom 08.12 - 19:31 Uhr
"Genauer hinschauen, ob sich dort Investitionen noch lohnen"... da bekomm ich zuviel. Seit dem Kauf des Geländes durch den Zweckverband damit ...

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