"Mit Menschenleben gespielt": Miellener Student entkam dem Chaos nur knapp
Vier Tage nach den schrecklichen Ereignissen auf der Loveparade in Duisburg wächst die Wut auf die Veranstalter - auch und vor allem bei denen, die dabei gewesen sind. Thomas Grein aus Miellen (Rhein-Lahn-Kreis) ist einer von ihnen.
Er hat die Katastrophe hautnah miterlebt – und ist ihr nur knapp entgangen. „Ich will, dass dafür jemand zur Verantwortung gezogen wird", fordert der 24-jährige Student. „Hier wurde mit Menschenleben gespielt, auch mit meinem."
„Nur zwei Meter vor mir blutende, regungslose Menschen"
Thomas Grein hatte Glück. Gegen 17 Uhr erreichte er den Platz zwischen den beiden Tunneln, konnte sich jedoch die Rampe emporkämpfen und wurde schließlich von Sicherheitskräften einen Hang hinauf aufs Festgelände gezogen. „Nur zwei Meter vor mir hatten blutende, regungslose Menschen gelegen, zum Teil mehrere übereinander. Das war ein Ausnahmezustand."
„Ich kam mir den ganzen Tag vor wie Vieh, Zäune kann ich nicht mehr sehen."
Der junge Mann hat die Katastrophe zwar verarbeitet, aber die Bilder im Kopf werden ihn begleiten. Die psychische Belastung war enorm: „Ich kam mir den ganzen Tag vor wie Vieh, Zäune kann ich nicht mehr sehen." Wenn er die Stelle gekannt hätte, wäre er nicht durch den Tunnel gegangen, so der 24-Jährige, der in Zukunft bei Massenveranstaltungen versuchen will, Gefahrenpunkte zu vermeiden. Den Veranstaltern in Duisburg sei das nicht gelungen.























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