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Luftmine im Rhein: Weite Teile der Stadt werden in zwei Wochen evakuiert

Koblenz – Auf Koblenz kommt eine riesige Evakuierungsaktion zu: Am Sonntag, 4. Dezember, wird die große Luftmine entschärft, die am Sonntag im Rhein bei Pfaffendorf entdeckt wurde.

Laut Feuerwehr waren Luftminen im Zweiten Weltkrieg die größten Kampfmittel, die abgeworfen wurden. Die Sprengkraft der Pfaffendorfer Bombe ist also gewaltig.
Frey-Pressebild

In einer Pressekonferenz heute nachmittag wird die genau Dimension der Räumung und das Vorgehen bekannt gemacht. Die Zahl von 50.000 Menschen, die ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen, steht im Raum.

Laut Feuerwehr waren Luftminen im Zweiten Weltkrieg die größten Kampfmittel, die abgeworfen wurden, ihre Sprengkraft ist gewaltig – und bei der Bombe im Rhein ist sie fast vollständig erhalten geblieben, wie Untersuchungen des Kampfmittelräumdienstes mit Tauchern ergeben haben.

Dementsprechend groß wird der Evakuierungsradius sein: Mehrere Stadtteile auf der rechten und der linken Rheinseite müssen evakuiert werden, Details werden noch bekanntgegeben. Auch mehrere Krankenhäuser und Altenheime sind betroffen, teilt die Feuerwehr mit. Fieberhaft arbeiten Stadt, Ordnungsamt, Wasser- und Schifffahrtsamt und Feuerwehr an dem Plan. Da die Bombe relativ stabil auf dem Untergrund liegt, können sich die Verantwortlichen Zeit bis zur Entschärfung lassen.

In Metternich wurde bei der Universität auch schon einmal eine Luftmine entschärft, die ähnlich groß war. 10.000 Einwohner wurden damals evakuiert – und diese Bombe war noch „verhältnismäßig günstig gelegen“.

Luftminen bestehen aus vergleichsweise wenig Ummantelung, aber dafür aus viel Sprengstoff. Wenn sie in der Luft detonieren, decken sie im Umkreis von mehreren Hundert Metern die Dächer ab. In der Regel sollten sie aber entgegen der Bezeichnung am Boden detonieren - ohne tief in Gebäude oder die Erde einzudringen. Das hätte die Wirkung der Druckwelle und die Zerstörungskraft gemindert, die viel stärker ist als bei gewöhnlichen Sprengbomben. Opfer von Luftminen starben oft an Lungenrissen. Stephanie Mersmann

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Leserkommentare (24)

1
von Freidenker vom 22.11 - 15:44 Uhr
[QUOTE=ausländer;40146]Sollte es ein Witz sein?[/QUOTE] Ich glaube nicht, dass sich die Rhein-Zeitung bei diesem brianten Thema einen Spaß ...
2
von alterschwede54 vom 22.11 - 16:03 Uhr
Das ist mit Sicherheit kein Witz . Ich drücke alle Daumen das die Leute "das Ding" entschärft bekommen.
3
von Brigitte vom 22.11 - 16:10 Uhr
[QUOTE=ausländer;40146]Sollte es ein Witz sein?[/QUOTE] Was soll denn der Quatschbeitrag? Zum einen ist es wichtig, das die Dinger weg kommen und ...

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