Marathon: 128 Notfälle, keine Rekorde, aber Top-Stimmung
Mainz - Bei sommerlichen 25 Grad wurden beim 12. Gutenberg Marathon am Sonntag keine Streckenrekorde gebrochen.
Dafür ließ die Sonne die Laune der bis zu 100.000 Besucher an der Strecke steigen. "Die friedliche Stimmung freut uns", bilanzierte Polizei-Einsatzleiter Hans-Günther Nagel einen "angenehmen Einsatz". Es gab weder Streitereien noch Vermisste.
Sieger Tola Bane lief nach 2:13.30 Stunden am Start-Ziel-Punkt vor der Rheingoldhalle ein, die schnellste Frau Asha Gigi Roba nach 2:31.08 Stunden. Die erste Marathon-Stadtmeisterschaft gewannen Jan Korbmacher vom Team "GO! Mainz" mit 2:47.28 und Eva Katz vom Team Mainzer Medienmacher mit 3:05.41 Stunden.
Mit den Temperaturen kletterte auch die Zahl der Notfälle. 128 Mal mussten Mediziner und Sanitäter helfen, zweimal war es ernst: Die bis dahin zweitplatzierte Lucy Wambui Murigi aus Kenia brach kurz nach Kilometer 30 bewusstlos zusammen und wurde in die Intensivstation gebracht. Am Nachmittag ging es ihr wieder gut. Ein älterer Läufer erlitt einen Herz-Kreislauf-Stillstand, auch er benötigte Intensivbetreuung. Insgesamt wurden 128 Patienten versorgt, 25 von ihnen im Krankenhaus. Die meisten hatten wegen Flüssigkeitsmangel schlapp gemacht. Im vergangenen Jahr waren es 26 gewesen, allerdings bei kühlem Regenwetter.
Keine Erklärung hatte Organisationschef Dieter Ebert dagegen dafür, dass diesmal fast doppelt so viele geparkte Autos auf dem Laufkurs im Weg standen: 300 Verwarnungen wurden verteilt (2010: 163) und 93 Pkw mussten frühmorgens abgeschleppt werden (2010: 54).
Bürgermeister und Sportdezernent Günter Beck (Grüne), der einen Startschuss abfeuerte und bis zum Zieleinlauf vor Ort war, zeigte sich auch in finanzieller Hinsicht zufrieden: Die unter dem Namen des Hauptsponsors als Novo Nordisk Gutenberg Marathon firmierende Veranstaltung sei kostendeckend, komme ohne städtische Zuschüsse aus, bringe aber Besucher und Umsätze für die Gastronomie.
Im nächsten Jahr findet der Marathon am 6. Mai statt und damit seit langem nicht am Muttertag. Grund sei aber nicht vereinzelte Kritik an der Terminkollision, betonte Beck: "Wir sind abhängig davon, wann die Rheingoldhalle frei ist."
Claudia Renner























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