Forscher bieten "Reise ins Gehirn"
Mainz - Die Wissenschaft kommt mitten in die Stadt. In diesem Jahr gilt dies noch mehr als in der jüngeren Vergangenheit ohnehin schon.
So ist der 10. Wissenschaftsmarkt am 4. und 5. Juni auf dem Gutenbergplatz, am Rheinufer, am Rathaus, im Capitol und knapp 20 weiteren Orten in diesem Jahr Teil eines Festivals. "Wissenschaft beflügelt" heißt das Motto vom 4. bis 9. Juni.
Laut Oberbürgermeister Jens Beutel wird der Wissenschaftssommer der Höhepunkt in der "Stadt der Wissenschaft 2011". Der darin integrierte Wissenschaftsmarkt wird von bislang vier auf fünf Zelte erweitert, kündigte Universitätspräsident Georg Krausch an. Eine besondere Attraktion werde ein begehbares Hirn sein als Teil einer begehbaren Wissenschaftslandschaft. Dabei können Besucher auch ihr Gedächtnis testen. Die medizinische Forschung gehört zu den Schwerpunktthemen des Marktes, der vom Herbst in den Juni verlegt wurde.
Über 100 Wissenschaftler werden Einblicke in das breite Spektrum aller Hochschuleinrichtungen und Forschungseinrichtungen geben. Unter dem Motto "Wissenschaft zum Anfassen und Mitmachen" sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene aktuelle Forschung auf unterhaltsame Weise nachvollziehen können.
Wie funktioniert eine Solarzelle? Wie bewegen sich Flüssigkeiten? Diese Fragen beantworten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung. Das Max-Planck-Institut für Chemie präsentiert das Mobile Aerosol-Forschungslabors (MoLa). Das Forschungszentrum Geocycles der Universität gibt Einblick in Klimaschwankungen der Vergangenheit anhand von Kalkablagerungen in Höhlen, sogenannten Speläothemen, zu deren bekanntesten Vertretern Tropfsteine wie Stalagmiten und Stalaktiten gehören. Dabei kann man hautnah erleben, was es heißt, Höhlenforscher zu sein: An der Kletterwand geht es (bei gutem Wetter) mit etwas Übung und Geschick hoch hinaus, an der Schlupf-Box kann erprobt werden, wie schmal und eng die Wege in einer Höhle sein können. Dies sind nur einige Beispiele.
Die Mainzer Wissenschaftsallianz bietet an beiden Tagen zudem ein Abendprogramm im Staatstheater. Mit "mainz1184. Der Traum von Liebe und Ritterschaft" laden Studierende und Dozenten des Deutschen Instituts am Samstag, 4. Juni, um 19 Uhr zu einer literarisch-musikalischen Soirée ins Kleine Haus ein. Das Rezitations- und Musikprogramm erinnert an das große Hoffest, bei dem sich Pfingsten 1184 Fürsten und Ritter, Literaten, Sänger und Musiker aus dem ganzen Reich auf der Maaraue tummelten.























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