Eine Schule für alle stößt auf Kritik
Rheinland-Pfalz. Das Plädoyer der rheinland-pfälzischen Grünen für eine Schule, in der künftig alle Kinder und Jugendliche gemeinsam unterrichtet werden, stößt auf harte Kritik. Der Landesverband der Philologen, in dem viele Gymnasiallehrer organisiert sind, reagiert empört.
„Die Forderung der Grünen nach Einführung der Einheitsschule stellt den schulpolitischen Konsens in Rheinland-Pfalz in Frage und provoziert schulpolitische Grabenkämpfe, die längst überwunden waren", so der Verband.
Volker Wissing, Landesvorsitzender der FDP, äußert sich ähnlich kritisch: „Die von den Grünen geforderte Einheitsschule ist eine Ideologie, die keine neuen Chancen eröffnet.“ Auch die rheinland-pfälzische CDU lehnt das gemeinsame Lernen in nur einer zentralen Schulform strikt ab. Grünen-Fraktionschef Daniel Köbler hatte im Interview mit unserer Zeitung zuvor angekündigt, dass seine Partei mittelfristig „eine Schule für alle“ anstrebt.
Unterstützung erhält er von der Lehrergewerkschaft GEW. Der „Wunsch nach längerem gemeinsam Lernen“ ist ihrer Ansicht nach „selbst in konservativen Schichten“ gestiegen. Die GEW fordert den konsequenten Ausbau der Gesamtschulen.
Von unserem Redakteur Dietmar Brück






















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