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Chronik: Die größten Evakuierungen in Koblenz bisher

Koblenz - Unser Redaktionsarchiv hat einen Überblick über die Evakuierungen in der Geschichte der Stadt Koblenz zusammengestellt (Auswahl) - am 4. Dezember 2011 müssen 45.000 Koblenzer ihre Wohnungen verlassen, wenn eine Luftmine im Rhein entschärft wird.

24. September 1944: Beginn der Evakuierung der Koblenzer Bevölkerung nach Thüringen sowie das nahe und weitere Umland der Stadt. Bis zum 2. Januar 1945 werden 70.425 Personen umquartiert.

Ende 1945/1946: Einwohner-Umsiedlung in benachbarte Kreise wegen prekärer Wohnungssituation durch zurückkehrende Kriegs-Evakuierte und Wohnraumbeschlagnahme durch die französische Besatzung.

22. September 1978: Evakuierungen wegen einer 20-Zentner-Bombe in der Gülser Eisheiligenstraße.

31. Mai 1985: Auf der Baustelle für das Scandic-Hotel an der Pfaffendorfer Brücke wird eine 20-Zentner-Bombe entschärft. 700 Menschen werden evakuiert.

14. April 1986: Der Fund einer britischen 10-Zentner-Bombe in der Koblenzer Straße führt zur Evakuierung der Gefahrenzone – darunter 400 Patienten des Kemperhofs.

31. August 1987: Bombenfund beim Bau einer Tiefgarage. 250 Bewohner der Rheinzollstraße und Kastorpfaffenstraße verlassen ihre Wohnungen.

12. Dezember 1995: 2000 Menschen weichen einer 10-Zentner-Bombe in Neuendorf.

Juli 1997: Innerhalb weniger Tage werden wegen Bombenfunden dreimal Häuser in Pfaffendorf geräumt.

24. Mai 1999: Bombenentschärfung auf Pfingstsonntag. Es war die bis dato größte Evakuierung in der Nachkriegsgeschichte der Stadt Koblenz: 15 000 Menschen verlassen wegen der Mega-Bombe von Metternich für Stunden ihre Häuser. Drei Krankenhäuser werden geräumt.

10. Oktober 1999: 10-Zentner-Bombe auf dem Gelände der Landeszentralbank. 2000 Anwohner müssen aus ihren Wohnungen.

13. September 2000: bei Arbeiten am Flaschenhals in Koblenz-Pfaffendorf wird ein US-Blindgänger gefunden. 300 Anwohner werden evakuiert.

7. Juli 2002: Entschärfung einer Zehn-Zentner-Fliegerbombe in der Goldgrube. 5000 Koblenzer müssen zeitweise in den Stadtteilen Goldgrube, Rauental und Karthause ihre Wohnungen räumen.

17. April 2004: 4000 Metternicher verlassen für die Entschärfung einer 10-Zentner-Bombe vorübergehend ihr Zuhause.

9. Oktober 2007: Ein anonymer Anrufer warnt vor Explosionen im Koblenzer Hauptbahnhof. Der Bahnhof wird evakuiert und umliegende Straßenzüge gesperrt.

11. November 2007: Wegen der Entschärfung einer auf dem Zentralplatz entdeckten 500-Kilogramm-Bombe müssen rund 10 000 Menschen die Gefahrenzone verlassen.

31. Mai 2009: Der Kampfmittelräumdienst macht auf Pfingstsonntag eine Fünf-Zentner-Bombe unschädlich, die nahe dem Koblenzer Schloss entdeckt wurde. 1300 Koblenzer räumen dafür ihre Wohnung.

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