Komiker singen im Internet ein Schmählied auf Italien
Kein Sportereignis beflügelt die Kreativität von Spaßmachern jeglicher Couleur so wie eine Fußball-Weltmeisterschaft. Und so kursieren zum Turnier von Südafrika wieder zig Videos und Lieder im Internet, die sich teils einfach nur launig oder sogar anbiedernd, teils aber auch richtig bissig mit dem Weltturnier und seinen Akteuren befassen.
Der Internet-Hit der Vier Sterne gehört auf jeden Fall zur zweiten Kategorie. Denn der Refrain rückt dem Titelverteidiger des Turniers ziemlich brachial zu Leibe: „Wer den Cup gewinnt, ist scheißegal, nur Italien nicht!“
Die Melodie erinnert an den Fetenklassiker „Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei“, nach einem sanften Intro dröhnen Rockgitarren.
Hinter den Vier Sternen stecken vier Comedians und Kabarettisten: Dittmar Bachmann, der Mainzer Sven Hieronymus, Achim Knorr und Lutz von Rosenberg Lipinsky. „Das ist natürlich aus so einer Spaß-Idee heraus entstanden“, erzählt Rosenberg Lipinsky, „wir saßen im Backstage-Bereich des Quatsch Comedy Clubs, blödelten herum, und dann kam das Lied dabei heraus.“ Dabei legt er durchaus Wert auf die Tatsache, dass er grundsätzlich gegen Italien gar nichts habe: „Aber der Stachel vom Halbfinale der WM 2006 sitzt eben noch tief. So etwas darf sich nicht wiederholen“, meint er. Und es wird nicht ganz klar, ob er den ernsten Ton auch so ernst meint.
Als die Idee für den Italien-Schmähsong, der inzwischen allein beim Video-Portal „YouTube“ im Internet schon mehr als 30.000-fach geklickt wurde und auch in anderen Online-Netzwerken verbreitet wird, geboren war, ging alles ganz schnell: Musikproduzent Dietrich Pinhammer sorgte für die Musik, die Comedians sangen ihre Texte einzeln ein. „Dafür, dass das Ganze nur 48 Stunden gedauert hat, ist er doch ganz schmissig geworden“, freut sich Rosenberg Lipinsky, der ganz erstaunt ist, wie oft er schon darauf angesprochen wurde, obwohl ja keine Plattenfirma-Promo oder ähnliches im Spiel ist. „Ob wir eine CD davon machen oder gar damit auftreten, wissen wir noch gar nicht. Wir lassen das einfach auf uns zukommen. Es ist ein Spaßprojekt, und wir schauen, wohin uns die Welle trägt.“










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